Schwarze Frauenfiguren sollten „in Rosa“ gemalt werden: Bozen streicht ELLA die Förderung

Schwarze Frauenfiguren sollten „in Rosa“ gemalt werden, damit keine „woke Sicht auf Kultur“ entstehe. Mit dieser Begründung soll Bozens Stadträtin Patrizia Brillo (Fratelli d’Italia) ein geplantes Wandbild des Frauenkulturfestivals ELLA gestoppt haben. Zudem habe sie dem Festival die Förderung aus ihrem Ressort entzogen.
Förderstopp zurück nehmen
Der Berufsverband PERFAS (Performing Artists Association South Tyrol) kritisiert die Entscheidung scharf und erklärt sich mit den Künstlerinnen Margherita Paoletti und Nadia Groff solidarisch. Öffentliche Kulturförderung dürfe nicht davon abhängen, ob ein Kunstwerk den politischen Vorstellungen einer Amtsinhaberin entspreche, heißt es in der Mitteilung.
PERFAS fordert, den Förderstopp zurückzunehmen und das Wandbild in seiner ursprünglichen Fassung oder in einer von den Künstlerinnen vorgeschlagenen Alternative zu ermöglichen.
Gemeindeausschuss mit Brillo einverstanden?
Laut Brillos eigener Aussage, sei der gesamte Gemeindeausschuss mit der Entscheidung einverstanden. Welche Überlegungen dahinterstehen, geht aus dem Bericht nicht hervor. Hat der Ausschuss die Folgen des Förderstopps kritisch geprüft – oder wurde die Entscheidung einfach durchgewinkt?






