Kompatscher: „Vielfalt ist keine Gefahr, sie ist ein Reichtum“

Kompatscher sprach am 29. September bei der Veranstaltung „EU Languages Day: Regional & Minority Languages – Enriching Diversity“ im Info Hub des Europäischen Parlaments. Eingeladen hatte der Abgeordnete Loránt Vincze, Vorsitzender der Minority Intergroup, gemeinsam mit der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten FUEN. Die begleitende Ausstellung eröffnete Parlamentspräsidentin Roberta Metsola.
Der Landeshauptmann erinnerte an das 80-Jahr-Jubiläum des Gruber-De-Gasperi-Abkommens, der Grundlage der Südtiroler Autonomie. Gefeiert wurde es in Anwesenheit der Staatspräsidenten Italiens und Österreichs. Die Autonomie habe es ermöglicht, Kultur und Sprachen nicht nur zu bewahren, sondern weiterzuentwickeln, so Kompatscher. Das gelte für die deutschsprachige Minderheit in Italien genauso wie für die ladinische, die mit rund 30.000 Sprechern zu den kleinsten Europas zählt. „Muttersprache hilft den Menschen, sich selbst auszudrücken“, sagte Kompatscher. Südtirol sei einst eine arme Region gewesen und habe dank der Autonomie Kultur, Sprachen und Wohlstand vereinen können. „Es zeigt sich: Es ist möglich.“ Daraus erwachse auch Verantwortung: „Wir wollen der Gemeinschaft etwas zurückgeben, denn viele Nationen haben uns geholfen, dieses Schutzsystem zu erhalten.“ Das Land habe die Initiative Minority SafePack mitgetragen und werde diesen Weg gemeinsam mit den europäischen Minderheiten weitergehen. „Minderheitensprachen sind ein europäischer Wert“, schloss der Landeshauptmann.






