Bessere Behandlung von Hirntumoren mit neuem System in Tirol

„Die Zusammenarbeit zwischen den Tirol Kliniken und der Medizinischen Universität Innsbruck im Bereich der Neuropathologie konnte im ersten Jahr ihres Bestehens positiv evaluiert werden“, war sich Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) sicher. „Nun wurde erstmals das System ‚NIO’ etabliert. Das neue Programm erlaubt es Ärzten, Hirntumore während einer Operation auf den Millimeter genau zu entfernen.“ Mit der bereits vorhandenen Nanopore-Sequenzierung, einem kleinen, mobilen Gerät zur DNA-Analyse, könne zudem die genaue Art des Tumors innerhalb von kurzer Zeit bestimmt werden. Liegen die Ergebnisse noch während der Operation vor, könne die Behandlungsstrategie gegebenenfalls speziell darauf angepasst werden.
„Mit den neuen KI-gestützten Analysemethoden der NIO-Bildgebung und Nanopore-Sequenzierung wird die Wartezeit auf eine Diagnose für Patientinnen und Patienten von zwei bis drei Wochen auf wenige Stunden bis Minuten verkürzt“, berichtete Adelheid Wöhrer, Leiterin des Instituts für Neuropathologie. „So können viel früher die Weichen für die geeignete Therapie gestellt werden.“ Rektor Gert Mayer von der Medizinischen Universität Innsbruck zeigte sich begeistert: „Wir sind optimistisch, dass diese Form der Zusammenarbeit als Blaupause für weitere Kooperationen im Bereich der Pathologie zwischen den Tirol Kliniken und der Medizinischen Universität Innsbruck dienen kann.“
APA/UT24Â






