Schadenersatz gegen SABES: Team K legt Zahlen vor

Wie hoch die insgesamt geforderte Summe ist, kann der Sanitätsbetrieb nicht sagen. Viele Anträge enthalten keine genaue Bezifferung, und die bezifferten Beträge werden nicht zentral erfasst. Aus Sicht des Team K bleibt damit ausgerechnet die Gesamtsumme der Forderungen im Dunkeln, die ein zentraler Indikator für Patientensicherheit, Qualitätskontrolle und Risikomanagement sei.
Fast 13 Millionen Euro ausbezahlt
Klar beziffern lässt sich dagegen, was tatsächlich ausbezahlt wurde: 286 Forderungen wurde stattgegeben, die Gesamtsumme beträgt rund 13 Millionen Euro (genau 12.999.503,15 Euro).
Am häufigsten betroffen waren die Fachbereiche Orthopädie und Traumatologie, die Notaufnahme, die Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Allgemeine Chirurgie. Das sind laut Ploner jene Bereiche, in denen Eingriffe und Notfallentscheidungen besonders risikobehaftet sind.
63 Fälle landen vor Gericht
Bei den Verfahren handelt es sich durchwegs um zivilrechtliche Haftungsansprüche. Sie werden zunächst, wie gesetzlich vorgesehen, über die Schlichtungsstelle des Landes behandelt. In 63 Fällen scheiterte diese außergerichtliche Einigung. Diese Fälle werden nun auf dem Zivilrechtsweg vor Gericht weiterverhandelt.
Ploner fordert offene Fehlerkultur
Ploner zieht ein klares Fazit: „Fast 13 Millionen Euro an ausbezahlten Schadenersatzforderungen für medizinische Haftungsfälle gegen den Südtiroler Sanitätsbetrieb in ca. fünf Jahren liegen vor. Die gewonnenen Erkenntnisse aus diesen Schadenersatzforderungen mögen systematisch in die Weiterentwicklung von Qualitätssicherung und Patientensicherheit einfließen. Ein leistungsfähiges Gesundheitssystem zeichnet sich dadurch aus, Risiken frühzeitig zu erkennen, transparent aufzuarbeiten und wirksam zu reduzieren. Eine offene Fehlerkultur bildet die Basis für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungsqualität in den Gesundheitseinrichtungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes.“






