Erster Alkohol-Notfall auf der Wiesn nach dreieinhalb Stunden

„Freunde riefen den Rettungsdienst, weil er nicht mehr in der Lage war zu stehen oder Herr seiner Sinne war“, schildert Julian Tanzer von der Aicher Ambulanz Union, die die Sanitätsbetreuung auf dem Oktoberfest übernimmt. Noch vor Ort erhielt der 19-Jährige eine Infusion, auf einer Trage ging es dann zur Sanitätsstation, berichtet die Bild. Dort wurde der junge Mann gründlich untersucht, um Vorerkrankungen auszuschließen. „Es ist gar nicht so selten, dass sich scheinbare Alkoholausfälle als ernsthafte Erkrankungen herausstellen. Wir hatten auch schon scheinbar betrunkene Patienten, die in Wahrheit einen Schlaganfall erlitten hatten“, erklärt Tanzer.
In diesem Fall war es aber tatsächlich der Alkohol. Laut seinen Freunden hatte der 19-Jährige eine ganze Flasche Wodka getrunken. Unter medizinischer Überwachung sollte er seinen Rausch ausschlafen.
Wie ein kleines Krankenhaus
Die Sanitätsstation auf der Wiesn ist für solche Fälle bestens gerüstet. Sie verfügt über verschiedene Analysegeräte bis hin zu einem Computertomografen. Während des gesamten Oktoberfests arbeiten dort 430 Einsatzkräfte, darunter 36 Ärztinnen und Ärzte.






