Zverev und Shelton stehen im US-Open-Finale

Zverev hat in Duellen mit Shelton eine makellose Bilanz von fünf Siegen aus fünf Spielen. Dabei gab der 29-Jährige insgesamt nur einen Satz ab. Das bisher letzte Duell entschied Zverev bei den ATP Finals im Vorjahr mit 6:3,7:6(6) für sich.
Shelton: "Lasst uns dies für die USA tun"
„Ich werde euch brauchen am Sonntag, um diese Energie zu bringen“, sagte Shelton nach dem Halbfinale unter dem Jubel der Fans im Arthur Ashe Stadium. „Lasst uns dies für die USA tun.“ Zudem gedachte er in seinem Siegerinterview am 25. Jahrestag noch den Opfern des Terroranschlags vom 11. September 2001 und sprach emotional über den Tod der Mutter seines Vaters im aktuellen Jahr. „Das hier ist für sie.“
Der Weltranglistenneunte hatte im Viertelfinale in einer begeisternden Partie über fünf Sätze den Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien bezwungen.
Tiafoe erwischt besseren Start
Vor den Augen von Showstars wie den Schauspielern Ben Stiller und Salma Hayek und Sportgrößen wie NBA-Champion Jalen Brunson und Tennis-Legende Serena Williams holte sich Tiafoe etwas überraschend den ersten Satz. Shelton stabilisierte sein Spiel, diktierte das Tempo mit seinen kraftvollen Schlägen und gewann die nächsten beiden Durchgänge.
Ärger um Aufschlag: "Du musst doch sofort etwas sagen"
Anfangs des vierten Satzes kam es zu Spannungen, als Tiafoe nicht bereit für einen Aufschlag Sheltons war, die Hand hob und der Punkt noch einmal gespielt werden musste. „Du musst doch sofort etwas sagen, sofort“, schimpfte Shelton mit der Schiedsrichterin, die aus seiner Sicht nicht schnell genug reagiert hatte. In einem hochklassigen Satz besiegelte Tiafoe seine Niederlage mit einem Doppelfehler.
Zverevs zweite Chance nach Niederlage gegen Thiem
Zverev hatte sich zuvor in vier Sätzen gegen Chatschanow durchgesetzt und sein drittes Grand-Slam-Finale in Serie erreicht. Bei den US Open steht er zum zweiten Mal im Endspiel und will seinen zweiten Grand-Slam-Titel nach dem Triumph bei den French Open in diesem Jahr feiern.
Zverev will es im New-York-Finale besser machen als bei seiner Premiere 2020, bei der Fünfsatzniederlage gegen den Niederösterreicher Dominic Thiem. Sollte der 29-Jährige siegen und sich den 5,5-Millionen-Dollar-Scheck sichern, wäre er der erste Deutsche seit Boris Becker 1989, der im Männer-Einzel den US-Open-Titel holt. Andere Rekorde hat der sechsfache Grand-Slam-Finalist schon jetzt sicher. Zwei US-Open-Finale hat kein Deutscher erreicht, drei Major-Endspiele in Folge zu bestreiten, ist in seinem Land ebenfalls unerreicht.
"Etwas Besonderes"
„Ich bin unglaublich glücklich, dass ich gewonnen habe. Zum dritten Mal Grand-Slam-Finale in diesem Jahr ist schon etwas Besonderes“, sagte Zverev. Er habe in vergangenen Jahren auf Majorebene viel leiden müssen. „Ich war so oft so nahe dran, jetzt ist es scheinbar so, dass es mein Jahr ist. Manchmal nehmen die Sachen einfach ihren Lauf“, meinte der Deutsche. Er könne es kaum erwarten, am Sonntag auf den Platz zu gehen. „Es wird unglaublich speziell, hoffentlich kann ich dafür sorgen, dass der amerikanische Traum nicht wahr wird.“
Der Weltranglistenzweite, der im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner verlor, präsentierte sich im Arthur-Ashe-Stadium im Duell mit dem Weltranglisten-50. konzentriert und trumpfte in den wichtigen Momenten auf. Im ersten Satz entschied ein Break, in der Folge musste die Entscheidung jeweils im Tiebreak fallen. Dort legte der Favorit jeweils ein tolles Comeback hin. Im 2. Satz machte er ein 3:5 wett und verwertete dann seinen zweiten Satzball. Im dritten Satz war er nach einem 0:3-Start gar 4:6 hinten und musste zwei Satzbälle abwehren, ehe er gleich seinen ersten Matchball zum 8:6 nutzte. Fast drei Stunden waren da gespielt.
2. Major-Saisontitel für Siniakova/Townsend
Gegen Chatschanow gewann er im zehnten Duell zum siebenten Mal, gegen ihn hatte er sich auch im olympischen Finale von Tokio 2021 bereits die Goldmedaille gesichert. Den Titel im Frauen-Doppel sicherten sich die topgesetzten Katerina Siniakova und Taylor Townsend (CZE/USA) mit einem 5:7,6:0,6:2-Sieg über die US-Amerikanerinnen Ashlyn Krueger und Robin Montgomery. Das Duo hatte heuer auch schon die French Open gewonnen.
apa






