China-Pakete: Neue Zollgebühren zeigen Wirkung

Der Wirtschaftsverband hds bewertet diese Entwicklung positiv. „Das ist ein wichtiges Signal. Unsere heimischen Händler müssen sich einem Wettbewerb stellen können, der nach denselben Regeln funktioniert. Wer Waren in der EU verkauft, muss auch dieselben Standards, Pflichten und Kosten einhalten“, betont hds-Präsident Philipp Moser. Für Entwarnung sei es jedoch zu früh. Noch immer gelangen täglich Millionen Pakete aus Fernost auf den europäischen Markt. „Die Zollgebühr ist ein erster Schritt, sie löst das Problem aber nicht allein. Regelverstöße dürfen kein Geschäftsmodell und schon gar kein Wettbewerbsvorteil sein“, so Moser.
Der hds fordert deshalb rasche und wirksame Kontrollen sowie eine möglichst schnelle Einführung des geplanten europäischen Customs Data Hub, über den Zolldaten von Importeuren und Onlinehändlern aus Drittstaaten zentral erfasst und Auffälligkeiten schneller erkannt werden sollen.
„Wer wiederholt gegen europäische Vorschriften verstößt, muss mit spürbaren Sanktionen bis hin zu einer Sperre rechnen. Nur so schaffen wir dauerhaft faire Wettbewerbsbedingungen für unsere Betriebe“, unterstreicht Moser abschließend.






