Asiatische Hornisse erstmals in Tirol nachgewiesen

Die gelbfüßige Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien und breitet sich seit ihrer Einschleppung nach Europa zunehmend aus. In Österreich wurde die invasive Art 2024 erstmals in Salzburg festgestellt, 2026 wurden die ersten Nester in Vorarlberg entdeckt. Die Tiere gelten als Gefahr für die heimische Biodiversität und insbesondere für Honig- und Wildbienen.
Ein Volk kann im Spätsommer und Frühherbst bis zu 2.000 Tiere umfassen. Die Hornissen erbeuten täglich mehrere hundert Honigbienen und andere Insekten. Über eine gesamte Saison können dabei bis zu elf Kilogramm Insekten auf dem Speiseplan eines Volkes stehen. Neben den Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht drohen dadurch auch erhebliche Schäden für die Imkerei.
Erkennen lässt sich die Asiatische Hornisse unter anderem an ihrer Färbung. Während die heimische Europäische Hornisse einen rotbraunen Kopf und einen rotbraun-schwarzen Brustbereich hat, sind diese Körperpartien bei der Asiatischen Hornisse überwiegend schwarz. Der Hinterleib ist größtenteils schwarz und trägt ein breites orangefarbenes Band. Auffällig sind zudem die schwarzen Beine mit gelben Spitzen.
Nun hoffen die Behörden auf die Mithilfe der Bevölkerung. Wer eine verdächtige Hornisse oder ein Nest entdeckt, sollte den Fund möglichst umgehend melden. Fotos aus sicherer Entfernung sowie Angaben zu Fundort, Datum und Uhrzeit können bei der Bestimmung helfen.
Das Nest sollte keinesfalls selbst entfernt werden. Auch auf Hornissenfallen oder Wespensprays soll verzichtet werden. Stattdessen gilt: Abstand halten und hektische Bewegungen oder Erschütterungen in der Nähe eines möglichen Nestes vermeiden.
„Jede gemeldete Sichtung kann dazu beitragen, Nester frühzeitig zu entdecken und eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen“, erklärt Andreas Tschöll, Leiter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes Tirol.






