Keine Autobahn für Senioren? Zimmerhofer fordert EU-Regeln

Das italienische Verkehrsministerium hat zuletzt Neuerungen für Senioren vorgeschlagen. Demnach könnte es Autofahrern ab 85 Jahren künftig untersagt sein, Autobahnen zu befahren, berichtet die STF. Zudem solle ihr Bewegungsradius auf 100 Kilometer rund um den Wohnort begrenzt werden. Auch bei Alkohol am Steuer wären die Regeln deutlich strenger. Für den Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, zeigen diese Pläne einmal mehr „die Absurdität gewisser einzelstaatlicher Regelungen im Straßenverkehr“. Er fordert, im Sinne der Bürgerfreundlichkeit endlich möglichst einheitliche gesamteuropäische Regelungen umzusetzen.
Zimmerhofer erinnert an einen Begehrensantrag seiner Partei, der am 8. März 2017 mit 28 Ja-Stimmen und einer Enthaltung im Landtag angenommen wurde. Darin werden die Regierung in Rom und die EU-Kommission aufgefordert, die Sinnhaftigkeit der bestehenden einzelstaatlichen Unterschiede zu untersuchen und eine möglichst einheitliche Straßenverkehrsordnung auszuarbeiten. Tatsächlich gibt es in der EU viele unterschiedliche Regelungen, zum Beispiel zu Geschwindigkeitskontrollen, Tempolimits, Winterreifenpflicht, Promillegrenzen, Mautgebühren, Rettungsgassen oder Straßenschildern. Eine Vereinheitlichung würde laut Zimmerhofer nicht nur den Bürgern das Reisen erleichtern, sondern auch den Polizeikräften die Kontrollen vereinfachen und die Zahl der Verkehrsunfälle senken.
„Die EU muss jetzt, nach all den negativen Erfahrungen der letzten Jahre, endlich für die einfachen Bürger spürbar werden. Unnötige Bürokratie und Reglementierungen müssen abgebaut beziehungsweise harmonisiert werden, damit das Alltagsleben erleichtert wird“, bekräftigt Zimmerhofer.






