von lif 22.08.2026 17:00 Uhr

Rund 1.000 Menschen wegen Waldbrand evakuiert

In der spanischen Region Valencia hat sich ein Waldbrand am Samstag weiter ausgebreitet. Etwas weiter nördlich kam es aufgrund heftiger Regenfälle hingegen zu Überschwemmungen. Wegen der Flammen bei der Gemeinde Gátova mussten rund 1.000 Menschen evakuiert werden.

Bild: APA/AFP

Die Flammen, die am späten Donnerstagabend durch einen Blitz ausgelöst worden sein sollen, seien bisher nicht unter Kontrolle. Bis zum Freitagabend seien mehr als 400 Hektar verbrannt. Normalerweise habe Gátova etwa 450 Einwohner, deren Zahl sich in den Sommermonaten durch Urlauber jedoch verdoppele, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Flammen bebautem Gebiet schon nahe gekommen waren. Am Freitag lag dichter Rauch über dem kleinen Ort.

An den schwierigen Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände waren die Militärische Kriseneinheit UME, zahlreiche Feuerwehren sowie Löschhubschrauber und Löschflugzeuge im Einsatz. Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) sind bei 425 Waldbränden in diesem Jahr in Spanien bereits mehr als 297.000 Hektar verbrannt, eine Fläche größer als das Saarland.

Überschwemmungen an der Goldküste

Unterdessen gab es weiter nördlich an der Costa Dorada (Goldküste) drei Verletzte, davon einer schwer, als in dem Ort Roda de Berà bei Tarragona eine Wand infolge heftiger Regenfälle umstürzte, wie die Feuerwehr mitteilte. In der katalanischen Region wurden am frühen Samstagmorgen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden gemessen. Rund 300 Menschen seien von einem Campingplatz in Roda de Berà und etwa 100 aus einer Diskothek in Vendrell in Sicherheit gebracht worden. Viele Straßen in der Region standen unter Wasser und auch der Zugverkehr war betroffen, wie die Zeitung La Vanguardia berichtete.

APA/UT24 

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