STF erhält Rückenwind: Eppan gegen neue Wahlkreisgrenzen

Im Zentrum des Beschlussantrags steht die Warnung vor einer Aufspaltung eines Gebiets, das seit jeher historisch, kulturell und wirtschaftlich eng miteinander verwoben ist. Walter Oberhauser, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, kritisierte, dass die vorgesehenen neuen Wahlkreisgrenzen genau diese über Generationen gewachsenen Bindungen ignorieren würden.
Politische Folgen einer Teilung
Eine Zerstückelung des Raumes hätte laut Oberhauser auch handfeste politische Konsequenzen. Gemeinsame Interessen von Überetsch und Unterland ließen sich im Falle einer Trennung nicht mehr mit einer einheitlichen Stimme im römischen Parlament vertreten, so seine Befürchtung. Darüber hinaus sieht er in der geplanten Neuaufteilung einen Angriff auf die Südtirol-Autonomie sowie auf die Bestimmungen des Pakets: „Italien darf die völkerrechtlich verankerten Vereinbarungen nicht einseitig verändern. Mit dem Vorstoß des Abgeordneten Alessandro Urzì würden zentrale Paketvereinbarungen über Bord geworfen.“
Klares Signal nach Bozen und Rom
Für Oberhauser steht fest: Überetsch und Unterland dürfen nicht zum Spielball politischer Willkür werden. Das eindeutige Abstimmungsergebnis im Eppaner Gemeinderat wertet er als starkes Zeichen in Richtung Landeshauptstadt und Rom. Damit sende Eppan eine klare Botschaft an die Entscheidungsträger, betont der Gemeinderat abschließend.






