von ih 21.08.2026 18:18 Uhr

Brandstiftung in Schule: Zwei Verdächtige ausgeforscht

Am frühen Morgen des 11. Mai ist am Gymnasium Hallein eine der größten Schulbibliotheken Salzburgs ein Raub der Flammen geworden. Der Schaden wurde damals auf 200.000 bis 300.000 Euro geschätzt, rasch gab es Hinweise, dass das Feuer durch einen Brandbeschleuniger verursacht wurde. Am Freitag gab die Polizei Salzburg bekannt, dass zwei Tatverdächtige ausgeforscht werden konnten: Eine 16-jährige Hauptverdächtige und ein 17-jähriger Beitragstäter.

APA/THEMENBILD

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg am Nachmittag zur APA sagte, war das Mädchen Schülerin am Gymnasium, ihr Komplize – ein Freund – nicht. Während sich der Bursche geständig zeigte, den Brand mit einer erheblichen Menge Benzin verursacht zu haben, macht die 16-Jährige von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch.

Zum Motiv für die Brandstiftung könne man derzeit noch nichts sagen, betonte Eder: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.“ Bei dem Feuer war niemand verletzt worden.

Hunderte Bücher durch Brand zerstört

Das Feuer war an einem Montag kurz nach 3.00 Uhr früh ausgebrochen. Es gab mehrere Brandstellen. Die in einer Dienstwohnung in der Schule wohnende Hausmeisterin hatte mehrere kleine Explosionen gehört und die Feuerwehr alarmiert. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Räume konnte dank funktionierender Brandschutztüren und dem Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden. Die Bibliothek wurde bei dem Brand allerdings schwer beschädigt, hunderte Bücher zerstört.

Nach Untersuchungen von Brandermittlern und Sachverständigen mit Unterstützung eines Spürhundes erhärtete sich schnell der Verdacht, dass das Feuer gelegt wurde. An der Schule selbst gab es für zehn Tage keinen Präsenzunterricht, die schriftliche Zentralmatura fand aber planmäßig in dem Gebäude statt. Nachdem Laboruntersuchung ergaben, dass die Schulräume wieder ohne Bedenken betreten werden können, wurde das Gymnasium wieder freigegeben.

apa

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