von mmh 19.08.2026 10:14 Uhr

Neue Mobilitätsplanung: Meran prüft mehrere Alternativen

Meran steht vor einer Neuordnung des Verkehrs im Stadtzentrum. Damit stellt sich auch die Frage, wo Reisebusse künftig ihre Fahrgäste ein- und aussteigen lassen können. Bis zur geplanten Fertigstellung des Mobilitätsknotens im Jahr 2030 werden deshalb mögliche Übergangslösungen geprüft.

( Foto: © lvh.apa)

Bereits ab Dezember sollen erste Buslinien angepasst werden, um Busverkehr aus dem Stadtzentrum zu verlagern. Welche Auswirkungen diese Änderungen auf den Reisebusverkehr haben könnten und welche Alternativen infrage kommen, war Thema eines Austauschs zwischen Vertretern der Stadt Meran und der Berufsgruppe Transport im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister lvh.apa.

Thermenplatz im Mittelpunkt

Besonders im Fokus steht der Thermenplatz. Reisebusse nutzen den Bereich derzeit zum Ein- und Aussteigen ihrer Fahrgäste. Gleichzeitig soll dort ausreichend Platz für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung stehen.

Für die Nutzung öffentlicher Flächen ist derzeit das kostenpflichtige Blue-Park-System vorgesehen. Aus Sicht der Reisebusbranche fehlt allerdings eine wirksame Kontrolle der geltenden Regelungen.

„Uns ist wichtig, gemeinsam Lösungen zu finden, die in der Praxis funktionieren. Dabei gilt es, geeignete Auf- und Ablademöglichkeiten für Reisebusse ebenso zu berücksichtigen wie den öffentlichen Verkehr und die Ziele der Stadt“, erklärt Hansjörg Thaler, Obmann der Berufsgruppe Transport im lvh.

Mehrere Standorte im Gespräch

Langfristig soll der gesamte Reisebusverkehr zum geplanten Mobilitätsknoten beim heutigen Busparkplatz verlagert werden. Die Umsetzung ist derzeit für 2030 vorgesehen.

Bis dahin werden mögliche Ausweichstandorte geprüft. Im Gespräch ist unter anderem der Bereich beim Pferderennplatz. Branchenvertreter sehen die fehlende Asphaltierung sowie zeitliche und organisatorische Einschränkungen dort derzeit allerdings kritisch.

Als weitere Möglichkeit wurde der Bereich beim Fußballplatz in Sinich genannt.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort spielt laut lvh jedoch nicht nur die verfügbare Fläche eine Rolle. Entscheidend sei auch die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz. Dadurch müsse gewährleistet werden, dass Fahrgäste unkompliziert auf andere Mobilitätsangebote umsteigen können.

Die Stadt Meran will nun weitere Informationen zu den geltenden Regelungen am Thermenplatz sowie zur weiteren Planung übermitteln.

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