von mmh 19.08.2026 09:37 Uhr

Autoversicherung online abschließen? Hier lauert eine teure Falle

Wer eine Autoversicherung online abschließen möchte, sollte besonders genau hinsehen. Betrügerische Internetseiten sind im Versicherungsbereich zunehmend ein Problem. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) warnt deshalb vor gefälschten Angeboten und rät zu besonderer Vorsicht – auch bei E-Rollern.

(Symbolbild: Pixabay)

Seit 2023 hat die italienische Versicherungsaufsichtsbehörde IVASS insgesamt 389 betrügerische Webseiten identifiziert und gesperrt. Die Masche läuft häufig ähnlich ab: Der Versicherungsvertrag wird online oder telefonisch abgeschlossen, anschließend bezahlt der Kunde die Prämie. Die daraufhin übermittelten Versicherungspapiere sehen zwar echt aus, besitzen jedoch keine Gültigkeit.

Aufgeflogen ist der Betrug für Betroffene oft erst bei einer Verkehrskontrolle oder nach einem Unfall. Dann zeigt sich, dass tatsächlich kein Versicherungsschutz besteht.

Hohe Strafen und Kosten nach einem Unfall

Die Folgen können erheblich sein. Wer ohne gültige Versicherung unterwegs ist, muss mit einer Verwaltungsstrafe zwischen 866 und 3.464 Euro rechnen. Zusätzlich kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden.

Noch gravierender können die finanziellen Folgen nach einem selbst verschuldeten Unfall sein. Entstandene Sach- und Personenschäden müssen vom Unfallverursacher selbst getragen werden. Zwar übernimmt zunächst der „Fonds für Straßenverkehrsopfer“ die Entschädigung der Geschädigten. Anschließend kann der Fonds die Kosten jedoch über sein Regressrecht vom Unfallverursacher zurückfordern.

Professioneller Auftritt soll Vertrauen schaffen

Gefälschte Kfz-Haftpflichtversicherungen werden laut VZS zunehmend über Internetseiten und soziale Netzwerke wie Facebook angeboten. Die Angebote wirken häufig professionell und locken mit besonders niedrigen Preisen.

Auch bei den Namen setzen die Betrüger auf Täuschung. Die Bezeichnungen der vermeintlichen Versicherungsunternehmen ähneln teilweise bekannten Versicherungsgesellschaften oder orientieren sich an etablierten Marken. Dadurch soll bei Interessenten der Eindruck eines seriösen Angebots entstehen.

Die Versicherungsaufsichtsbehörde IVASS empfiehlt deshalb, bei Angeboten über Internet, Telefon oder Messaging-Dienste wie WhatsApp besonders vorsichtig zu sein.

Vor einem Vertragsabschluss sollte überprüft werden, ob der jeweilige Versicherungsanbieter tatsächlich offiziell zugelassen ist. Die offiziellen Verzeichnisse der in Italien für Kfz-Haftpflichtversicherungen zugelassenen Unternehmen sind über die IVASS abrufbar.

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