Warum guter Sonnenschutz so wichtig ist

Auch an bewölkten Tagen erreicht UV-Strahlung die Haut. Wasser, Sand und helle Oberflächen können die Strahlung zusätzlich reflektieren und damit die Belastung erhöhen. Besonders wichtig ist deshalb ein bewusster Umgang mit der Sonne während der Sommermonate.
Die Haut vergisst keinen Sonnenbrand
„Die Haut vergisst UV-Schäden nicht“, heißt es aus dem Gesundheitsressort. Die Schäden summieren sich im Laufe des Lebens und können langfristige Folgen haben. Neben vorzeitiger Hautalterung kann wiederholte UV-Belastung das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
Jeder Sonnenbrand bedeutet eine Schädigung der Hautzellen. UV-Strahlung kann die Erbinformation der Zellen verändern. Besonders problematisch sind schwere Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend. Aber auch Erwachsene sollten Sonnenbrände möglichst vermeiden.
„Gerade in den Sommermonaten ist ein bewusster Umgang mit UV-Strahlung entscheidend für die Hautgesundheit. Viele Hautschäden entstehen schleichend und bleiben lange unbemerkt“, erklärt Valentina Carelli, Ärztin in Facharztausbildung an der Abteilung Dermatologie. Mit konsequentem Sonnenschutz, geeigneter Kleidung und regelmäßiger Selbstbeobachtung lasse sich das Risiko für Hautkrebs deutlich reduzieren.
Mittagssonne möglichst meiden
Der wirksamste Sonnenschutz beginnt laut Gesundheitsressort damit, die intensive Mittagssonne zu vermeiden. Zwischen etwa 11 und 16 Uhr sollte man sich möglichst im Schatten aufhalten und direkte Sonne reduzieren.
Auch die richtige Kleidung kann die Haut schützen. Empfohlen werden dicht gewebte Kleidungsstücke, eine Kopfbedeckung sowie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
Sonnenschutzmittel können den Schutz zusätzlich unterstützen. Empfohlen wird ein Breitband-Sonnenschutz, der sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung abdeckt und mindestens Lichtschutzfaktor 30 bietet. Bei längeren Aufenthalten im Freien oder empfindlicher Haut wird eher Lichtschutzfaktor 50 empfohlen.
Wichtig ist dabei, die Sonnencreme großzügig aufzutragen und regelmäßig zu erneuern – insbesondere nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen. Sonnencreme allein reicht jedoch nicht aus. Sie sollte Schatten, schützende Kleidung und das Meiden der intensiven Mittagssonne ergänzen.
Haut regelmäßig beobachten
UV-Strahlung beschleunigt zudem die Hautalterung. Falten, Pigmentflecken und ein Verlust der Hautelastizität können die Folge sein. Umso wichtiger ist es, die eigene Haut regelmäßig zu beobachten und auf auffällige Veränderungen zu achten.
„Hautgesundheit beginnt mit guter Vorsorge. Wer seine Haut schützt und auf Veränderungen achtet, kann viel für die eigene Gesundheit tun. Prävention beginnt im Alltag“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner (SVP).
Die Botschaft für den Sommer ist damit einfach: Wer die Sonne genießen möchte, hat die Wahl – zwischen ungeschützter UV-Belastung und einem bewussten Umgang mit der eigenen Haut. Guter Sonnenschutz ist dabei eine der einfachsten Maßnahmen, langfristig etwas für die eigene Gesundheit zu tun.






