Südtirols Linke suchen verzweifelt nach Nazis

Linke Nebenschauplätze füllen das Sommerloch
Private Urlaube sogenannter rechter Politiker werden unter die Lupe genommen, angeblich bestehende Netzwerke und Geheimpläne aufgedeckt und ständig wird eine vermeintliche Gefahr für die Demokratie heraufbeschworen. Die wirklich drängenden Probleme der Menschen scheinen dagegen kaum zu interessieren.
Linke Kräfte und Medien beschäftigen sich offenbar lieber mit Nebensächlichkeiten, anstatt die tatsächlichen Probleme im Land offen anzusprechen. Wen wundert es also, dass viele Menschen solche Berichterstattung inzwischen nicht mehr ernst nehmen?
Ein besonders absurdes Ergebnis dieser Entwicklung ist der inflationäre Gebrauch des Wortes „Nazi“. Wenn irgendwann jeder als „Nazi“ bezeichnet wird – vom Corona-Kritiker über Menschen, die das Gendern ablehnen, bis hin zu jungen Männern, die einfach nur Sport treiben –, verliert der Begriff zwangsläufig seine eigentliche Bedeutung und seine abschreckende Wirkung.
Damit haben linke Medien und politische Kräfte letztlich genau das erreicht, was sie vermutlich niemals erreichen wollten: Sie haben den Begriff „Nazi“ derart überstrapaziert, dass er für viele Menschen längst nicht mehr das Gewicht besitzt, das er eigentlich haben müsste.
Wenn praktisch jeder, der politisch nicht ins eigene Weltbild passt, zum „Nazi“ erklärt wird, ist es irgendwann kaum noch eine Beleidigung. Im schlimmsten Fall wird es für manche sogar zu einer Art Auszeichnung.
Das ist nicht die Verharmlosung des Nationalsozialismus durch dessen Anhänger – sondern die Verharmlosung durch den inflationären Gebrauch des Begriffs.
Wo ist eigentlich der Skandal?
Ähnlich peinlich wirken die ständigen Versuche linker Medien und Organisationen in Südtirol, aus irgendwelchen Kontakten einen politischen Skandal zu konstruieren.
Hilfe, bestimmte Politiker haben Kontakte zur AfD! Wie schlimm muss das wohl sein, wenn man sich ausgerechnet mit einer deutschen Partei und deren politischem Umfeld austauscht, das inzwischen landesweit die meisten Wähler und Anhänger hat?
Aber offenbar genügt allein der Kontakt, um wieder die große Keule herauszuholen: Rechtsextremismus! Netzwerke! Gefahr für die Demokratie!
Oh Hilfe, die Demokratie ist in Gefahr.
Währenddessen werden die tatsächlichen Probleme der Bevölkerung nicht einmal mit der Pinzette angefasst. Die Mächtigen werden möglichst nicht angerührt, unangenehme Fragen werden vermieden und stattdessen beschäftigt man sich mit vermeintlichen Rechtsextremisten, die vielfach gar keine sind.
Das ist nicht nur langweilig. Es ist politisch kontraproduktiv.
Denn linke Kräfte tun derzeit alles dafür, die rechtspatriotischen Kräfte noch stärker zu machen – und merken es offenbar nicht einmal.
Wer die heißen Eisen nicht anfasst, überlässt sie seinen Gegnern
Den sogenannten Populisten wird ständig vorgeworfen, bestimmte Themen nur deshalb aufzugreifen, um damit Stimmen zu gewinnen. Gleichzeitig meiden viele politischen Kräfte genau jene Themen, die einen großen Teil der Bevölkerung tatsächlich beschäftigen.
Dann darf man sich allerdings nicht wundern, wenn die Menschen irgendwann genau dort zuhören, wo diese Themen angesprochen werden.
Man kann nicht ständig über Migration, Inflation, Energiepreise, Bürokratie, politische Bevormundung oder den Zustand öffentlicher Infrastruktur schweigen und sich anschließend darüber beschweren, dass andere Parteien diese Themen besetzen.
Wer die heißen Eisen nicht selbst anfasst, darf sich nicht wundern, wenn andere es tun.
Stattdessen versucht man offenbar, ein Sommerloch mit immer neuen „Enthüllungen“ über das vermeintlich rechte Netzwerk zu stopfen. Dabei gäbe es in Südtirol mehr als genug Themen, bei denen eine kritische Berichterstattung wirklich angebracht wäre.
Wo bleibt der Aufschrei bei den wirklichen Problemen?
Wie wäre es beispielsweise mit dem völlig veralteten faschistischen Gerichtsgebäude in Bozen, das kürzlich teilweise in sich zusammengestürzt ist?
Wo bleibt der große Aufschrei darüber, dass hier endlich etwas Neues entstehen sollte und dieser faschistische, zugleich zunehmend instabile Protzbau aus dem Stadtbild verschwinden müsste?
Oder nehmen wir die hohen Spritpreise. Wo bleibt die kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der EU-Sanktionspolitik gegenüber Russland, mit den Energiepreisen und mit der enormen Steuer- und Abgabenlast, die auf den Autofahrern liegt?
Oder der Bozner Bahnhof, der bei entsprechenden Wetterlagen unter Wasser steht. Auch hierbei handelt es sich um einen faschistischen Protzbau, dessen Zustand und Tauglichkeit durchaus eine ernsthafte öffentliche Debatte verdienen würden. Aber lieber setzt man alles unter Denkmalschutz, was Benito Mussolini den Südtirolern eingebrockt hat.
Doch von den selbsternannten Pseudointellektuellen hört man zu solchen Themen erstaunlich wenig.
Wenn es dagegen darum geht, irgendeinen Zusammenhang mit „Rechts“ zu konstruieren, sind sie plötzlich alle laut.
Nur: Das interessiert immer weniger Menschen.
Außer vielleicht jene, die ohnehin schon ideologisch am Abgrund stehen.
Und genau darin liegt das eigentliche Problem: Wer jede politische Auseinandersetzung auf den Kampf gegen den vermeintlichen Rechtsextremismus reduziert, verliert irgendwann nicht nur die Aufmerksamkeit der Bevölkerung – sondern möglicherweise auch die Fähigkeit, überhaupt noch ernst genommen zu werden.
Wer ständig „Nazi!“ ruft, sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann niemand mehr hinhört.






