Großprojekt an der Kanzelgalerie geht in die Endphase

Für die noch ausstehenden Sicherungs-, Straßenbau- und Schüttarbeiten sind von Montag, 31. August, bis Freitag, 27. November 2026 erneut Tagessperren notwendig.
Sperren unter der Woche
Die Straße bleibt von Montag bis Donnerstag jeweils von 7.30 bis 18 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 14 Uhr gesperrt.
Außerhalb dieser Zeiten sowie an den Wochenenden wird der Verkehr einspurig durch den Baustellenbereich geführt. Die Regelung erfolgt über eine Ampel oder bei Bedarf durch Verkehrsposten.
Während der Sperrzeiten wird der Verkehr über die B 185 Martinsbrucker Straße, die B 184 Engadiner Straße und das Schweizer Staatsgebiet umgeleitet.
Umfangreiche Arbeiten stehen noch an
Zu den wichtigsten kommenden Maßnahmen zählt die Sicherung eines Felskopfes rund 100 Höhenmeter oberhalb des Nordportals. Dabei wird der Felsbereich vernetzt und verankert. Die Arbeiten sollen rund sechs Wochen dauern.
Parallel dazu erfolgen auf einer Länge von etwa 800 Metern Entwässerungs- und Straßenbauarbeiten inklusive Asphaltierungen. Zusätzlich werden die nördliche Auffahrtsrampe und Teile der derzeitigen Umfahrungsstraße zurückgebaut. Auch Betonierarbeiten an der südlichen Stützmauer im Talbereich stehen noch an.
„Die kommenden Wochen sind von mehreren eng aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten geprägt“, erklärt Gregor Wieland, Leiter des Sachgebiets Brücken- und Tunnelbau beim Land Tirol. Besonders die Arbeiten im hoch gelegenen Felsbereich sowie die Überschüttung der Galerie würden aus Sicherheits- und Logistikgründen ausreichend große Arbeitsfenster erfordern.
32.000 Kubikmeter Material für Überschüttung
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Überschüttung der Galerie. Dafür werden rund 10.000 Kubikmeter Glasschaumschotter gemeinsam mit bewehrter Erde eingebaut. Anschließend kommen weitere rund 22.000 Kubikmeter Schüttmaterial hinzu.
Im Jahr 2027 folgen noch der Rückbau der Umfahrungsstraße sowie abschließende Arbeiten an der Überschüttung. Dafür können weitere Verkehrsmaßnahmen wie Ampelregelungen oder Geschwindigkeitsbeschränkungen notwendig werden.
Einschränkungen für Busse und lange Anhänger
Für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gilt während der Umleitung die Schweizer Schwerverkehrsabgabe.
Eine direkte Umleitungsmöglichkeit gibt es jedoch nicht für Fahrzeuge mit Anhängern über 6,5 Metern Länge sowie für Busse mit einer Länge von mehr als 13 Metern. Diese dürfen die B 185 Martinsbrucker Straße nicht befahren und müssen entweder das Ende der jeweiligen Sperre abwarten oder den Bereich großräumig umfahren.
Abstimmung mit Schweizer Behörden
Da auch auf der Schweizer H 27 Engadiner Straße Bauarbeiten stattfinden, steht die Straßenverwaltung des Landes Tirol in engem Austausch mit den zuständigen Schweizer Behörden. Der Verkehr wird dort im Baustellenbereich einspurig mittels Ampel geregelt.
Ziel sei es, gemeinsam zusätzliche Maßnahmen zu setzen, um den Verkehrsfluss auf der Umleitungsstrecke möglichst aufrechtzuerhalten.
Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: „Die Kanzelgalerie ist eines der anspruchsvollsten Straßenbauprojekte des Landes. Dass die Arbeiten exakt im Zeitplan liegen, ist vor allem der vorausschauenden Planung und dem großen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken.“
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