Zecken in Südtirol auf dem Vormarsch

Bereits jetzt deuten die bisherigen Daten auf eine Ausbreitung der Spinnentiere hin. Bis Mitte Juni wurden im Projektgebiet 499 Zeckenmeldungen registriert. Zahlreiche Funde stammen aus Höhenlagen über 1.100 Metern – einer Grenze, die bislang als typisches Verbreitungsgebiet galt. Die höchste gemeldete Fundstelle liegt auf 1.799 Metern.
Bevölkerung soll Zeckenfunde melden
Für das Monitoring setzen die Projektverantwortlichen auf die Mithilfe der Bevölkerung. Vor allem Jäger und Landwirte, die beruflich viel im Freien unterwegs sind, liefern wichtige Daten. Über die kostenlose MONZEC-App können jedoch alle Bürger Zeckenfunde melden und so dazu beitragen, die Verbreitung möglichst genau zu dokumentieren.
Europa-Landesrätin Magdalena Amhof unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Forschung sei die Grundlage, um auf die zunehmende Ausbreitung der Zecken angemessen reagieren und gezielte Maßnahmen setzen zu können. Gleichzeitig ruft sie dazu auf, die Möglichkeiten zur Vorsorge – etwa durch eine Zeckenimpfung – zu nutzen.
Datenerhebung läuft bis Jahresende
Die Datenerhebung wird noch bis Ende des Jahres fortgesetzt.
Jede Meldung hilft den Forschern, die Aktivität und Verbreitung der Zecken besser zu verstehen und neue Arten frühzeitig zu erkennen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig eine gezieltere Gesundheitsvorsorge ermöglichen.






