Betrüger zahlt mit gestohlenem Geld seine Wasserrechnung

Wie die Ordnungshüter von Reschen mitteilen, geht der Fall auf eine Anzeige eines 43-jährigen Busfahrers von Anfang Juli zurück. Der Mann hat plötzlich festgestellt, dass sein Konto geplündert wurde. Nach den Rekonstruktionen der Ermittler begann alles mit einer scheinbar harmlosen und offiziellen E-Mail. Darin wurde das Opfer aufgefordert, sein Konto für die zertifizierte E-Mail (PEC) zu erneuern. Als der Mann auf den Link klickte und seine Daten eingab, ging er den Betrügern ins Netz.
Innerhalb weniger Augenblicke gelangten die Täter so an die Codes seiner Prepaid-Zahlungskarte und hoben in einem einzigen Vorgang 1.499,58 Euro ab.
Spur führte direkt zum Verdächtigen
Der Busfahrer wandte sich umgehend an die Behörden. Diese analysierten die Geldflüsse und stießen dabei auf ein unerwartetes Detail, denn die Beute wurde weder aufgeteilt noch versteckt. Stattdessen ist das Geld über das nachverfolgbare System „PagoPA“ an eine Welschtiroler Gesellschaft geflossen, die einen Wasserversorger betreibt. Zur Begleichung einer hohen, offenen Wasserrechnung.
Über den Abgleich der Schulden kamen die Ermittler schließlich zum Täter: einem kleinen Unternehmer pakistanischer Herkunft mit Wohnsitz in der Provinz Trient. Er muss sich nun wegen Computerbetrugs vor der Justiz verantworten.






