Tirol hat niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs

Wie aus den aktuellen Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) Tirol für Juli 2026 hervorgeht, blieb die Quote gegenüber dem Vorjahr stabil. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten weiter: Derzeit sind rund 372.000 Menschen in Tirol unselbstständig beschäftigt. Dennoch sind 12.828 Tiroler auf Arbeitssuche, was 225 Personen oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr sind.
Tirol stehe im Bundesländervergleich weiterhin am besten da, betont Landeshauptmann Anton Mattle. Das sei kein Zufall, sondern das Ergebnis einer starken Wirtschaft mit Segmenten wie Tourismus und Industrie. Ausruhen dürfe man sich auf den Zahlen aber nicht: Hinter jeder Zahl stünden ein Mensch und eine Existenz. Auch Arbeitslandesrätin Astrid Mair verweist auf die Arbeitsmarktstrategie Tirol 2030. Ziel sei es, Menschen in Beschäftigung zu halten, Qualifizierung gezielt zu fördern und den Weg in den Arbeitsmarkt bestmöglich zu unterstützen.
Sorge um Jugend und Langzeitarbeitslose
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung zeigen die Daten auch Herausforderungen. So stieg die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren um 5,5 Prozent. Bei Menschen mit Behinderungen wurde ein deutlicher Anstieg von 14,5 Prozent verzeichnet. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,7 Prozent auf 2.430 Personen.
Gerade diese Entwicklungen zeigten, wie wichtig gezielte Unterstützung sei, so Mair. Der Anspruch sei, niemanden zurückzulassen. Deshalb investiere man gezielt in Maßnahmen für Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Langzeitbeschäftigungslose.
Lehrstellen weiter gefragt
Gute Nachrichten gibt es bei der Lehre: Ende Juli waren 1.251 sofort verfügbare Lehrstellen gemeldet, was einem Plus von 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die Lehre sei und bleibe ein Erfolgsmodell, unterstreicht Mair. Jede offene Lehrstelle sei eine Chance für junge Menschen und zugleich eine Investition in die Fachkräfte von morgen. Deshalb stärke man die Lehre mit einer Lehrlingsoffensive, die finanzielle Unterstützung und Initiativen wie den „Lehrling des Monats“ und den „Lehrling des Jahres“ umfasse.






