48 junge Botschafter für Südtirols Natur

Die zehn- und elfjährigen Teilnehmer beschäftigten sich insgesamt acht Tage lang mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, den Südtiroler Schutzgebieten sowie dem sicheren Verhalten in der freien Natur. Begleitet wurden sie dabei von Fachleuten, Mitarbeitern der Naturparkhäuser, erfahrenen Naturpark-Rangern und Vertretern des Alpenvereins Südtirol.
Diplomverleihung in Niederrasen
Das große Abschlussfest fand am Samstag, 1. August, im Freizeitpark von Niederrasen im Naturpark Rieserferner-Ahrn statt. Alle Kinder, die an mindestens fünf Ausbildungstagen teilgenommen hatten, durften das Junior-Ranger-Diplom entgegennehmen und ihren Familien das neu erworbene Wissen präsentieren.
An der Feier nahmen unter anderem die Vizebürgermeisterin von Rasen-Antholz, Silke Hecher, der Präsident des Alpenvereins Südtirol, Georg Simeoni, sowie Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, teil.
Von Wildbeobachtung bis Erste Hilfe
Die Ausbildung wurde vom Landesamt für Natur gemeinsam mit dem Alpenverein Südtirol organisiert. Sie fand in den Naturparks Schlern-Rosengarten, Puez-Geisler und Rieserferner-Ahrn statt.
Auf dem Programm standen unter anderem Survival-Training, Wildbeobachtungen sowie Exkursionen zu Insekten, Schmetterlingen, Amphibien und Reptilien. Die Kinder beschäftigten sich zudem mit der Entstehung der Dolomiten, mit Gletschern, den Auswirkungen des Klimawandels sowie den unterschiedlichen Lebensräumen und Kulturlandschaften Südtirols.
Auch Erste Hilfe am Berg und das sichere Verhalten im alpinen Gelände waren Teil der Ausbildung. Zu den besonderen Höhepunkten zählten mehrtägige Hüttenaufenthalte und gemeinsame Wanderungen.
Mehr als 600 Kinder ausgebildet
Das Junior-Ranger-Projekt besteht bereits seit dem Jahr 2009. Seither haben mehr als 600 Kinder die Ausbildung absolviert.
Ziel sei es, besonders einheimische Kinder für die Natur zu begeistern und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu vermitteln, erklärte Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur. Die Junior Ranger sollen ihr Wissen auch an andere weitergeben.
Um den Kontakt zur Natur weiter zu vertiefen, werden die Teilnehmer zu einer Folgeaktion im Rahmen der europäischen ALPARC-Initiative „Jugend auf dem Gipfel“ eingeladen.
Umweltlandesrat Peter Brunner bezeichnete die Südtiroler Natur- und Kulturlandschaft als einzigartig und schützenswert. Wissen über die Natur stärke auch das Verantwortungsbewusstsein und den Respekt der Kinder gegenüber ihrer Umwelt.






