von mmh 27.07.2026 09:31 Uhr

Südtirol stockt Energieförderungen auf

Die Nachfrage nach Förderungen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien ist in Südtirol deutlich höher als erwartet. Mit dem Nachtragshaushalt, der am 22. Juli vom Landtag genehmigt wurde, stellt das Land zusätzliche 32 Millionen Euro für den Energiebereich bereit.

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Insgesamt werden damit mehr als 50 Millionen Euro für Maßnahmen in den Bereichen Energiewende, Abfallwirtschaft und Gewässerschutz zur Verfügung gestellt. Zuständig ist das Ressort von Landesrat Peter Brunner.

Bereits 1.750 Förderanträge eingereicht

Der Grund für die Aufstockung der Mittel ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Förderungen für Energieeffizienzmaßnahmen, erneuerbare Energien und den Ausbau der Netzinfrastruktur.

Bis Ende Juni wurden bereits 1.750 Förderanträge eingereicht. Das sind rund 450 mehr als ursprünglich erwartet. Das damit verbundene Investitionsvolumen beträgt laut Land rund 140 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 16 Prozent, im Vergleich zu 2024 sogar einer Verdoppelung.

„Die hohe Zahl an Förderanträgen zeigt, dass die Südtirolerinnen und Südtiroler bereit sind, in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren“, erklärt Landesrat Peter Brunner. Mit der zusätzlichen Finanzierung solle sichergestellt werden, dass die eingereichten Ansuchen finanziell abgesichert und die zugesagten Beiträge ausbezahlt werden können.

Je nach Maßnahme können die aktuellen Förderungen bis zu 80 Prozent der Investitionskosten abdecken. Dadurch sollen auch Haushalte mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten bei Investitionen in Energiesparen und erneuerbare Energien unterstützt werden.

Mehr Geld für moderne Abfallwirtschaft

Auch die Abfallwirtschaft wird durch den Nachtragshaushalt weiter gestärkt. Zu den bereits vorgesehenen 10 Millionen Euro kommen weitere 500.000 Euro hinzu.

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Recyclinghöfe der Gemeinden an neue technische Richtlinien des Landes angepasst und Verbesserungen an den Wertstoffzentren der Bezirksgemeinschaften umgesetzt werden.

„Dadurch sollen die Voraussetzungen für eine moderne, effiziente und umweltgerechte Abfallbewirtschaftung geschaffen werden“, erklärt Brunner.

8 Millionen Euro für Gewässerschutz

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Gewässer. Rund 8 Millionen Euro zusätzliche Mittel fließen in die Modernisierung und Weiterentwicklung der entsprechenden Infrastruktur.

Die Investitionen sollen bestehende Anlagen erneuern und verbessern sowie langfristig die Qualität der Südtiroler Gewässer sichern. Gleichzeitig leisten sie laut Landesrat einen Beitrag zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und der heimischen Ökosysteme.

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