Neue Ära für die Vinschger Bahn: Moderne Züge im Einsatz

Seit mehr als einem Monat verkehren die neuen elektrischen Triebzüge täglich zwischen Laas und Mals. Das ist laut Ressort Infrastruktur und Mobilität die erste Phase eines Vorhabens, das den schrittweisen Einsatz der neuen Fahrzeuge auf der gesamten Linie vorsieht. Die ersten Rückmeldungen seien ein wichtiger Schritt hin zu einer moderneren, komfortableren und leistungsfähigeren Bahn.
Komplexes Zusammenspiel vieler Systeme
Ein Bahnsystem dieses Niveaus in Betrieb zu nehmen sei keine einfache Aufgabe, betont Alfreider. Neue Züge, Infrastruktur, Bordtechnologien, Signalsysteme und komplexe Genehmigungsverfahren müssten aufeinander abgestimmt werden. Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten helfe jedoch, auch anspruchsvolle Herausforderungen zu bewältigen. Der Hersteller Alstom stelle die technische Unterstützung sicher.
Auch der Abteilungsdirektor Bahn der SAD, Maurizio Chiusa, zieht eine positive Zwischenbilanz. Trotz der hohen technischen Komplexität dieser ersten Phase hätten die neuen Züge ein vielversprechendes Niveau an Qualität und Zuverlässigkeit gezeigt. Die Erfahrungen zwischen Laas und Mals bildeten eine wichtige Grundlage für die nächsten Schritte.
Teil eines größeren Modernisierungsprojekts
Die Einführung der neuen Fahrzeuge ist Teil des umfassenden Projekts zur Elektrifizierung und Modernisierung der Vinschger Bahn. Gleichzeitig wird auf der Strecke das europäische Zugkontrollsystem ETCS Level 2 eingeführt. Diese Technologie ermöglicht laut Ressort eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Infrastruktur und Zug, erhöht die Sicherheit und schafft die Voraussetzungen für eine höhere Leistungsfähigkeit.
Die Coradia Stream ETR160 sind Mehrsystemzüge, die für den Einsatz auf unterschiedlichen Bahnnetzen ausgelegt sind. Sie können mit 25 Kilovolt auf der Strecke Meran–Mals, mit drei Kilovolt im italienischen Netz und mit 15 Kilovolt im österreichischen Netz betrieben werden. Zudem verfügen sie über die Signalsysteme, die für die künftige Integration in die Netze von STA, RFI und ÖBB nötig sind.
Mit diesen Zügen stärke man die Bahn im Westen Südtirols, verbessere Qualität und Kapazität und verbinde den Vinschgau noch besser mit dem übrigen Landesgebiet, mit Österreich und Europa, erklärt Alfreider.






