von lif 24.07.2026 13:23 Uhr

Wünschewagen erfüllt letzte Herzenswünsche und braucht nun Hilfe

Seit acht Jahren schenkt der Wünschewagen schwer kranken Menschen in Südtirol besondere Momente. Nun steht eine wichtige Investition an, für die Spenden gesammelt werden.

Wünschewagen (Bild: WK)

Getragen wird das Projekt vom Landesrettungsverein Weißes Kreuz und der Caritas Diözese Bozen-Brixen. Fast 500 Wunschfahrten haben die Freiwilligen laut den Trägern bisher begleitet. Was für viele Menschen selbstverständlich erscheint, wird für kranke oder alte Menschen oft zu einem unerreichbaren Wunsch. Genau hier setzt der Wünschewagen an, so das Weiße Kreuz in einer Aussendung.

Noch einmal zum Friseur

Wie wertvoll eine solche Fahrt sein kann, zeigt die Geschichte von Irene. Die 70-jährige Vinschgerin war viele Jahre mit Leidenschaft als Friseurin tätig. Als ihre Tumorerkrankung fortschritt, äußerte sie einen besonderen Wunsch: Sie wollte noch einmal einen Friseursalon besuchen und sich die Haare machen lassen. So wie sie es selbst jahrzehntelang für ihre Kundinnen und Kunden getan hatte. Dank des Wünschewagens und seiner Freiwilligen ging dieser Wunsch in Erfüllung. Irene kehrte mit neuer Frisur, strahlenden Augen und vielen schönen Erinnerungen nach Hause zurück.

Ähnliche Wünsche gibt es viele: ein Spaziergang am Meer, ein Besuch am Heimathof, das Wiedersehen mit Freunden oder die Teilnahme an einer Familienfeier. Was auf den ersten Blick oft klein erscheine, bedeute für die Fahrgäste häufig die Welt, heißt es vonseiten der Organisatoren.

145.000 Kilometer für kleine große Wünsche

Getragen wird der Dienst von derzeit 82 speziell geschulten Freiwilligen. Sie kümmern sich mit Einfühlungsvermögen und fachlicher Kompetenz um die Betroffenen und ihre Angehörigen. In den vergangenen acht Jahren legten sie mehr als 145.000 Kilometer zurück. Die Fahrten führten nicht nur durch Südtirol, sondern auch nach Österreich, Deutschland, England, Rumänien, Albanien und bis nach Sizilien.

Damit auch künftig möglichst viele Wünsche erfüllt werden können, ist der Wünschewagen auf Spenden angewiesen. Neben den laufenden Fahrten steht aktuell die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs an. Dieses soll noch besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt sein, modernste Sicherheitsstandards erfüllen und eine noch würdevollere Begleitung ermöglichen.

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