von lif 24.07.2026 15:24 Uhr

Eppan: Vermeintlicher Bär versetzte Urlauber in Angst

Zwei Urlauber meldeten vor einer Woche einen Jungbären und flüchteten hinter einen Zaun. Nun gibt der Landesforstdienst Entwarnung und die Auflösung ist harmlos.

APA/dpa

Wie das Landespresseamt mitteilt, haben Vater und Sohn am vergangenen Samstag, den 18. Juli, in der Zone Steinberg in Perdonig in der Gemeinde Eppan die Sichtung eines vermeintlichen Bärenjungen über die Landesnotrufzentrale gemeldet. Sie suchten vorsorglich Schutz hinter dem Zaun einer Sendeanlage, weil sie auch das Muttertier in der Nähe vermuteten. Die Bergrettung Eppan brachte die beiden schließlich ins Tal.

Der Landesforstdienst kontrollierte das Gebiet unmittelbar nach der Meldung. Hinweise auf eine Bärin mit Jungtier fanden sich dabei nicht, die Anwesenheit eines Bären galt als sehr unwahrscheinlich. Klarheit brachte schließlich die Rückmeldung eines Anrainers: Bei dem vermeintlichen Jungbären handelte es sich um seinen Hund, der sich zum Zeitpunkt der Sichtung gemeinsam mit dem Sohn des Hinweisgebers im Gelände aufhielt.

Der Fall zeige, dass jede Meldung über Großraubwild vom Landesforstdienst ernst genommen und fachlich überprüft werde, heißt es in der Mitteilung. Er zeige aber auch, dass nach einer vermeintlichen Sichtung nicht immer unmittelbar Anlass zur Sorge bestehe. Sichtungen von Bären oder anderen Großraubtieren müssten stets durch geschultes Personal verifiziert werden.

Wie man sich im Bärengebiet verhält

Grundsätzlich solle man sich nicht lautlos durch Bärengebiet bewegen, fasst Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement zusammen. Sichtungen aus sicherer Entfernung seien ungefährlich und sollten als Naturerlebnis betrachtet werden. Bei einer Sichtung rät der Forstdienst, Abstand zu halten, sich nicht anzunähern und die Tiere nicht zu bedrängen, um sie zu fotografieren. Besondere Vorsicht sei bei Jungbären geboten, da die Mutter in der Nähe ist.

Bei Begegnungen auf kurzer Distanz gilt laut Forstdienst: ruhig bleiben, laut sprechen, sich langsam zurückziehen und dem Tier eine Ausweichmöglichkeit lassen. Richtet sich ein Bär auf, sei das kein Angriff, sondern ein Wahrnehmungsverhalten.

Zeigt ein Bär aggressives Verhalten, handelt es sich meist um Scheinangriffe ohne Körperkontakt. Kommt es dennoch zu einem Angriff, wird geraten, einen Gegenstand vor sich zu werfen. Lenkt das den Bären nicht ab, solle man sich mit den Händen über dem Kopf auf den Boden kauern.

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