Terroranschläge vor 15 Jahren: Norwegen gedenkt der Todesopfer

„Viele waren sich bewusst, dass es unsere Kinder waren, die getötet wurden, aber niemand kann die Trauer der Hinterbliebenen begreifen.“ Er kritisierte, dass in sozialen Medien Hass auf die Überlebenden geäußert werde.
Ministerpräsident will die Geschichte der Anschläge weiter erzählen
Støre forderte: „Wir müssen weiterhin offen und ehrlich darüber sprechen, was geschehen ist, über die Motive des Terroristen, seine Herkunft, die Folgen von Rechtsextremismus, Hass und Verachtung der Demokratie.“ Die brutale Geschichte dieses politisch motivierten Massenmords müsse erzählt und erklärt werden, auch angesichts von Lügen und Verschwörungserzählungen, wie der Behauptung, die Anschläge vor 15 Jahren seien inszeniert gewesen.
Im Anschluss war ein Gottesdienst in der Osloer Domkirche geplant, zu dem König Harald V. und Königin Sonja erwartet wurden. Am Nachmittag folgt eine Erinnerungsveranstaltung auf Utøya.
Am 22. Juli 2011 hatte der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik eine Autobombe im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt gezündet und dabei acht Menschen getötet. Danach fuhr er auf die Insel Utøya, wo er sich als Polizist ausgab und das Feuer auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eröffnete.
69 Menschen, darunter vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, kamen auf der Insel ums Leben. Die Anschläge gelten als die schlimmsten Gewalttaten der norwegischen Nachkriegszeit. Breivik wurde 2012 zur damals möglichen Höchststrafe von 21 Jahren Haft verurteilt.
apa






