Sprachgruppenerklärungen: STF fordert endlich Digitalisierung

Hunderttausende Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen lagern im Justizpalast. Ein Brand, ein Wassereinbruch, ein Anschlag oder ein weiterer Einsturz des Gebäudes könnten die Unterlagen unwiederbringlich zerstören.
Ärgernis für die Bürger, Verkehrsbelastung für Bozen
Zudem müssen alle Südtiroler für die Ersterklärung und die Abholung ihrer Erklärung nach Bozen fahren. Das sei ein Ärgernis für die Bürger und eine zusätzliche Verkehrsbelastung für die Stadt, so die Süd-Tiroler Freiheit. „Kommen zahlreiche Antragsteller gleichzeitig, wie beispielsweise vor Wahlen, ist Chaos und Drama vorprogrammiert. Das alles ist nicht mehr hinnehmbar“, betont Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit.
Beschluss von 2019 bislang ohne Folgen
Schon im Februar 2019 beschloss die Landesregierung einen Entwurf für eine Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut, um die Erklärungen zu digitalisieren. Passiert ist nichts. Vor eineinhalb Jahren sprach sich auch der Landtag erneut für die Digitalisierung aus. Doch seither ist es wieder ruhig geworden.
Süd-Tiroler Freiheit bringt Landtagsanfrage ein
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert die Landesregierung auf, die Digitalisierung der Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen endlich umzusetzen, und wird dazu eine Landtagsanfrage einbringen. Der Teileinsturz des Justizpalastes sei ein Fingerzeig: Die Zeit zum Trödeln sei vorbei, so die Bewegung abschließend.






