von lif 21.07.2026 15:54 Uhr

Süd-Tiroler Freiheit will Kfz-Steuer senken

Fast ein Viertel der Kfz-Steuer wird in Südtirol jedes Jahr verspätet bezahlt. Für die Süd-Tiroler Freiheit ist das ein Warnsignal, weswegen die Partei eine spürbare Entlastung bei der Fahrzeugsteuer fordert. 

Bild von WorldInMyEyes auf Pixabay

Konkret soll die Landesregierung im Zuge der Landtagssitzung zum Nachtragshaushalt die Landeskraftfahrzeugsteuer für Erstfahrzeuge senken. Zugleich soll sich das Land in Rom dafür einsetzen, dass auch der Staat seinen Anteil an der Steuer reduziert. Untermauert wird die Forderung mit Zahlen: Zwischen 2021 und 2025 nahm das Land jährlich zwischen 75 und 83 Millionen Euro aus der Kfz-Steuer ein. Gleichzeitig wurden jedes Jahr zwischen 17 und 22 Millionen Euro verspätet entrichtet.

„Diese Zahlen zeigen, dass viele Familien finanziell an ihre Grenzen stoßen“, betont die Landtagsabgeordnete Myriam Atz. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten zwängen zahlreiche Haushalte dazu, Rechnungen aufzuschieben oder Prioritäten zu setzen. Gerade in einer Bergregion sei das Auto für viele unverzichtbar, so Atz weiter: Berufstätige führen damit zur Arbeit, Eltern brächten ihre Kinder zur Schule, Familien erledigten ihre Einkäufe. Gleichzeitig könnten sich viele kein neues Fahrzeug leisten – erst recht kein Elektroauto.

„Der Landeshaushalt beträgt mittlerweile fast elf Milliarden Euro. Gleichzeitig wissen viele Menschen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Das passt nicht zusammen“, kritisiert Atz. Man müsse die autonomen Spielräume nutzen und die Menschen endlich entlasten.

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