von lif 21.07.2026 17:18 Uhr

Jugendkriminalität: 41 Anzeigen und drei Festnahmen

Eine landesweite Polizeiaktion gegen Jugendbanden hat auch Südtirol erreicht. In der Provinz Bozen wurden dabei 41 Jugendliche angezeigt und drei festgenommen.

Symbolbild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Neben den Anzeigen und Festnahmen gab es laut SVP-Senatorin Julia Unterberger auch sieben Hausdurchsuchungen. Für die Vorsitzende der Autonomiegruppe sind das beachtliche Zahlen, die ihrer Ansicht nach zeigen, dass die Jugendkriminalität auch in Südtirol ein Problem darstellt, das man nicht unterschätzen dürfe. Wie Unterberger erklärt, richtete sich die Polizeiaktion gegen Jugendliche, denen Straftaten gegen Personen und Eigentum sowie Drogendelikte vorgeworfen werden. Für die Senatorin bestätigt sie eine Entwicklung, die man in Südtirol schon länger beobachte: Gewalt und Jugendkriminalität nähmen zu und beeinträchtigten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

Erinnerung an die Vorfälle in Meran

Die Senatorin erinnert an das vergangene Frühjahr, als Jugendbanden in Meran mit wiederholten Gewalttaten für Aufsehen gesorgt hatten. Betroffen waren damals nach ihren Angaben Touristen, Gleichaltrige, aber auch Erwachsene, die zufällig in die Vorfälle gerieten. Unterberger hatte daraufhin, so sagt sie, den Quästor aufgefordert, die angezeigten Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern zu einem förmlichen Verwarnungsgespräch einzuladen. Im Wiederholungsfall sollten auch die gesetzlich vorgesehenen Strafen gegen die Eltern angewendet werden. Zudem habe sie angeregt, gemeinsam mit dem Jugendgericht Maßnahmen wie ein sogenanntes Daspo urbano zu prüfen – ein Aufenthaltsverbot für bestimmte öffentliche Bereiche.

Um Jugendgewalt wirksam zu bekämpfen, müsse man laut Unterberger vor allem bei Prävention, Erziehung und Integration ansetzen. Wiederholten sich kriminelle Verhaltensweisen jedoch, müsse der Staat ihrer Meinung nach konsequent handeln und sowohl die Bürger als auch die Jugendlichen selbst und deren Familien schützen.

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