von ih 17.07.2026 14:36 Uhr

Gericht: SVP-Jugend giftet gegen patriotische Opposition

Nach dem Einsturz des Gerichtsgebäudes in Bozen (UT24 berichtete) stichelt die Junge Generation (JG) gegen Jürgen Wirth Anderlan und Sven Knoll. Die Nachwuchsorganisation der Südtiroler Volkspartei wirft den beiden Politikern vor, das Unglück angeblich vorschnell für parteipolitische Auseinandersetzungen genutzt zu haben, obwohl die Ursachen des Vorfalls noch nicht geklärt seien.

Kevin Pichler und Anna Künig.

Kritik an Reaktionen der Opposition

Der Einsturz des faschistischen Gebäudes habe in der Bevölkerung große Betroffenheit ausgelöst, behauptet die JG.

Während Einsatzkräfte und Fachleute derzeit mit der Aufarbeitung des Vorfalls beschäftigt seien, hätten einzelne politische Akteure bereits öffentliche Schuldzuweisungen vorgenommen. Aus Sicht der Jungen Generation sei ein solches Vorgehen unangemessen.

„Gerade in Ausnahmesituationen zeigt sich politische Verantwortung. Wer Tragödien unmittelbar parteipolitisch ausschlachten will, handelt nicht im Interesse der Menschen, sondern im eigenen Interesse“, erklärt die Vorsitzende der Jungen Generation, Anna Künig.

„Keine vorschnellen politischen Auseinandersetzungen“

Die JG betont, dass politische Debatten grundsätzlich legitim seien. Zwischen sachlicher Kritik und einer Instrumentalisierung tragischer Ereignisse bestehe jedoch ein deutlicher Unterschied. Solange die Ursachen des Einsturzes nicht feststünden, seien öffentliche Schuldzuweisungen weder der Aufklärung noch einem verantwortungsvollen politischen Diskurs dienlich.

Auch Präsidiumsmitglied Kevin Pichler fordert einen besonneneren Umgang mit der Situation. „Die Menschen erwarten sich jetzt Aufklärung, Verantwortung und Lösungen – keine vorschnellen politischen Auseinandersetzungen. Wer jede Krise sofort zum Anlass nimmt, politische Fronten aufzubauen, verliert aus dem Blick, worum es in solchen Momenten wirklich geht“, so Pichler.

Aufruf zu Besonnenheit

Abschließend appelliert die Junge Generation an alle politischen Verantwortungsträger, in schwierigen Situationen Besonnenheit und Respekt gegenüber den Betroffenen in den Vordergrund zu stellen.

Tragödien dürften nicht für politische Machtkämpfe genutzt werden. Mit Blick auf Jürgen Wirth Anderlan, Sven Knoll und weitere Vertreter ihrer politischen Richtung wirft die JG diesen vor, diesem Anspruch nicht gerecht zu werden.

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