von ih 12.07.2026 06:46 Uhr

Kosten für Umbau von Bozen-Süd steigen auf fast 79 Millionen Euro

Die umfassende Neugestaltung der Verkehrsinfrastruktur im Gewerbegebiet Bozen-Süd wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Die Südtiroler Landesregierung hat den Kostenrahmen für das Großprojekt von bisher 42,3 Millionen auf 78,7 Millionen Euro angehoben. Mit der Anpassung sollen die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die nächsten Planungs- und Genehmigungsschritte eingeleitet werden können.

Im Dezember 2025 wurden auf dem Messegelände in Bozen die Arbeiten am Knotenpunkt Einsteinstraße/Galvanistraße vorgestellt. Sie sind Teil der Neuorganisation des Straßennetzes in der Gewerbezone Bozen Süd. - Foto: LPA/Greta Stuefer

Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider (SVP) bezeichnete den Beschluss als wichtigen Schritt für die Umsetzung des Vorhabens. Gemeinsam mit der Gemeinde Bozen würden die strategischen Maßnahmen für den südlichen Stadtbereich nun konkret weiterverfolgt.

Die einzelnen Baulose befänden sich derzeit in unterschiedlichen Stadien des Genehmigungsverfahrens. Nach der Anpassung des Kostenrahmens könnten nun die Verfahren zur urbanistischen Konformität, die Ausführungsplanung sowie die Ausschreibungen vorbereitet werden.

Das Gesamtprojekt umfasst eine Reihe bedeutender Eingriffe in das Verkehrsnetz. Geplant sind unter anderem die Unterführung in der Romstraße sowie die Neuordnung der Siemens-, Grandi-, Avogadro-, Buozzi-, Pacinotti- und Galileistraße. Hinzu kommen Verbesserungen entlang der Innsbrucker Straße und der Eisackuferstraße sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

Nach Angaben des Landes Südtirol sind einige Baulose bereits ausschreibungsreif, während andere kurz vor dem Abschluss der Planung stehen. Für die Unterführung in der Romstraße und das Baulos an der Eisackuferstraße müssen zunächst die Verfahren zur urbanistischen Konformität abgeschlossen werden. Anschließend folgen die Detailplanung und die erforderlichen Enteignungsverfahren.

Das Projekt gilt als zentrale Maßnahme für die Neuordnung der Mobilität im Süden der Landeshauptstadt. In diesem Bereich treffen Stadtverkehr, überörtliche Verkehrsachsen, Gewerbegebiete, öffentlicher Nahverkehr sowie Rad- und Fußverkehr aufeinander. Durch die Umgestaltung sollen Engpässe und Konfliktpunkte reduziert, die Verkehrssicherheit erhöht und der Verkehrsfluss verbessert werden.

Der Baustart für die ersten Maßnahmen an der Reschenbrücke und der Palermobrücke ist für Herbst 2026 vorgesehen. Die weiteren Bauabschnitte sollen schrittweise ab 2027 folgen.

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