Neue Luftgrenzwerte reichen nicht aus

Aus Sicht des Transitforums ist dies zwar ein wichtiger Schritt, allerdings bleibe der Schutz der Gesundheit weiterhin unzureichend. Die neuen EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid lägen noch immer doppelt so hoch wie jene Werte, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im vergangenen September empfohlen habe. Diese Empfehlungen gelten für 53 europäische Staaten und seien insbesondere im sensiblen Alpenraum mit seinen besonderen geografischen Bedingungen von großer Bedeutung.
Besonders für die Brennerstrecke zwischen Rosenheim und Verona sieht das Transitforum Handlungsbedarf. Die Maßnahmen entlang dieser Transitachse hätten in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verringerung der Stickstoffdioxid-Belastung geführt.
Als Beispiel nennt die Organisation die vergleichbare Entwicklung an den Luftgütemessstellen in Vomp sowie im Südtiroler Unterland. Von diesem Erfolg profitierten nicht nur die Anrainer entlang der Brennerroute, sondern auch andere Regionen Europas, da immer mehr emissionsärmere Fahrzeuge im Einsatz seien.
Das Transitforum Austria-Tirol spricht in diesem Zusammenhang von einem europaweit einzigartigen Erfolgsmodell und fordert, die bestehenden Maßnahmen mit den künftig niedrigeren Grenzwerten konsequent fortzuführen. Gleichzeitig bereite sich die Organisation bereits auf weitere Herausforderungen im Bereich des Luft- und Gesundheitsschutzes vor.
Als Fazit betont das Transitforum, dass die bisherigen Erfolge bei der Verbesserung der Luftqualität zeigen würden, dass konsequente Maßnahmen Wirkung entfalten können. Mit derselben Entschlossenheit wolle man nun auch die kommenden Aufgaben angehen.






