Mehr als 50 Schafe betroffen: Schadwolf zum Abschuss frei

Die Tiroler Landesregierung hat die Verordnung am Donnerstag beschlossen. Sie trat mit der Kundmachung am selben Tag in Kraft und gilt bis einschließlich 2. September 2026. Die betroffene Jägerschaft im Bezirk Lienz wurde bereits informiert.
Auslöser für die Maßnahme sind mehrere Rissereignisse in einem Almgebiet der Gemeinde Obertilliach. Bereits am 20. Juni hatte der zuständige Amtstierarzt drei tote Schafe begutachtet. Damals galten außerdem rund 15 Tiere als vermisst. Aufgrund des Verletzungsbildes bestand schon zu diesem Zeitpunkt der Verdacht auf einen Wolfsangriff.
Schäden höher als erwartet
Bei einer weiteren Begutachtung am 24. Juni verschärfte sich das Ausmaß der Schäden deutlich. Insgesamt wurden zehn tote Schafe gefunden, mehr als 40 weitere Tiere werden seither vermisst. Während der Untersuchungen wurden DNA-Proben entnommen. Die Ergebnisse der genetischen Analyse der ersten Begutachtung liegen mittlerweile vor und bestätigen einen Wolf als Verursacher.
Das Land Tirol ruft die Bevölkerung weiterhin dazu auf, Sichtungen von Wölfen und anderen Großraubtieren möglichst rasch an die zuständige Bezirkshauptmannschaft oder über das Online-Sichtungsformular des Landes zu melden. Besonders hilfreich seien dabei Fotos oder anderes Bildmaterial, um die Sichtungen fachlich beurteilen zu können.






