von lif 09.07.2026 11:23 Uhr

Poetry-Slam-Preise gehen an zwei Tiroler Stimmen

Auch heuer holen das Land Tirol und die Stadt Innsbruck Poetry-Slammer vor den Vorhang. Ausgezeichnet werden diesmal Anna Maria Mühlbacher und Adrian Mayr.

Anna Maria Mühlbacher erhält den Poetry-Slam-Würdigungspreis 2026. (© Benedikt Grawe)

Mühlbacher, die unter dem Bühnennamen „Die Bacher“ auftritt, erhält den mit 2.500 Euro dotierten Würdigungspreis. Der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis geht an Adrian Mayr. Überreicht werden die Preise beim Fest der Kultur am 22. September im Haus der Musik in Innsbruck, teilt das Land Tirol in einer Aussendung mit. „Mit Anna Maria Mühlbacher und Adrian Mayr zeichnen wir zwei Stimmen aus, die mit sprachlicher Präzision und einem feinen Gespür für aktuelle Themen begeistern“, betont Kulturreferent und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. Innsbrucks Vizebürgermeister Georg Willi ergänzt, die Poetry-Slam-Szene in Tirol wachse und gedeihe.

Die 1993 geborene Anna Maria Mühlbacher lebt in Innsbruck. Laut Jury versteht sie es, die Absurditäten und Ungerechtigkeiten selbst banal erscheinender Alltagsbeobachtungen zu enthüllen, und schafft so eine Schnittstelle zwischen Slam Poetry, Literatur und Kabarett. Gewürdigt wird zudem ihr Engagement in der Nachwuchsarbeit und bei der Organisation von Veranstaltungen. Adrian Mayr wiederum tritt als „Geist des Frühlings“ auf. Der 2004 geborene Schwazer studiert in Innsbruck Lehramt für Deutsch und Ethik. Die Jury lobt seine reiche Performance-Palette. Vom Battle-Rapper über den selbstverliebten Theatermimen bis zum einfühlsamen Liedermacher. Er probiere aus, wie weit sich das Format Slam Poetry ausdehnen lasse und sei damit eine wertvolle, innovative Kraft.

  • Adrian Mayr, der „Geist des Frühlings“, darf sich über den Poetry-Slam-Förderpreis 2026 freuen. (© Benedikt Grawe)
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