von mmh 09.07.2026 15:34 Uhr

Millionenprojekt abgeschlossen: So wurde das „Tor ins Zillertal“ aufgerüstet

Nach drei Jahren Bauzeit ist die Generalsanierung des Brettfalltunnels abgeschlossen. Mit einer Fertigstellungsfeier wurde das Projekt am Donnerstag offiziell beendet. Das Land Tirol investierte insgesamt 14,2 Millionen Euro in die Erneuerung der wichtigen Verkehrsverbindung.

(Foto: © Land Tirol/Trenker)

„Das ‚Tor ins Zillertal‘ ist damit für die kommenden Jahrzehnte technisch auf dem neuesten Stand und bietet eine sichere, verlässliche Verbindung“, erklärt Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler.

Seit 2024 wurde der Tunnel in insgesamt drei Bauphasen umfassend saniert. Erneuert wurden unter anderem die Tunnelinnenschale, der Fahrbahnbelag sowie die komplette Betriebs- und Sicherheitstechnik. Zusätzlich entstand ein neues Betriebsgebäude.

Mehr Sicherheit durch moderne Technik

Nach fast 30 Jahren Betriebszeit sei die Generalsanierung notwendig gewesen, um die Sicherheit und Verlässlichkeit des Tunnels langfristig zu gewährleisten, so Geisler. Gleichzeitig sollten auch die Belastungen für die Anrainer reduziert werden.

„Die Generalsanierung des Brettfalltunnels war nach fast 30 Jahren Betriebszeit zwingend notwendig, um die Sicherheit und Verlässlichkeit dieser wichtigen Anbindung langfristig zu gewährleisten und die Anrainerinnen und Anrainer vor Ort langfristig zu entlasten“, betont Geisler.

Während der Arbeiten kam es allerdings auch zu Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer und Anrainer. Durch Planung und verschiedene Begleitmaßnahmen sollten diese möglichst gering gehalten werden.

100 Kilometer Kabel verlegt

Im Zuge der Sanierung wurde der Tunnel technisch umfassend aufgerüstet. Neue Brand- und Rauchmelder, Videoüberwachung, Notrufanlagen, Löschsysteme, eine moderne Belüftung sowie eine intelligente Verkehrssteuerung gehören nun zur Ausstattung.

„Wir haben den Tunnel technisch praktisch neu aufgestellt. Er ist heller, moderner und vor allem deutlich sicherer“, erklärt Alexander Zecha, Leiter des Sachgebiets Straßenerhaltung des Landes Tirol.

Insgesamt wurden rund 100 Kilometer Kabel verlegt. Zudem erneuerte man mehr als 10.000 Quadratmeter Wandpaneele und Beschichtungen sowie rund 11.500 Quadratmeter Fahrbahnbelag. Rund 45.000 Arbeitsstunden flossen in das Projekt.

Projektleiter Simon Stöckl erklärt, dass viele der wichtigsten Maßnahmen für Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar seien: „Gerade diese Technik macht den Tunnel aber im Ernstfall sicherer und kann entscheidend dazu beitragen, Menschenleben zu schützen.“

Verkehrskonzept während Bauphase umgesetzt

Während der Sanierung konnte der Verkehr zeitweise nur einspurig durch den Tunnel geführt werden. Für einige Wochen war eine komplette Sperre notwendig. Die Umleitung erfolgte über Schlitters beziehungsweise Strass im Zillertal.

Um die Auswirkungen möglichst gering zu halten, setzte das Land ein umfangreiches Verkehrskonzept um. Dieses beinhaltete unter anderem Fahrverbote auf Gemeindestraßen für den Ausweichverkehr, Verkehrsposten an wichtigen Stellen, bauliche Maßnahmen sowie eine Öffi-Aktion mit Rückerstattung von Fahrtkosten.

Die Bevölkerung in Strass im Zillertal wurde bei mehreren Informationsveranstaltungen über die Bauarbeiten und Verkehrsmaßnahmen informiert.

Gemeinden begrüßen Abschluss

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden zeigen sich erleichtert über die Fertigstellung.

„Die Umleitungen waren sicherlich für die Bewohnerinnen und Bewohner des Zillertals und allen voran der umliegenden Ortschaften herausfordernd – aber auch notwendig, um langfristig von der Entlastung durch diese Tunnel-Verbindung zu profitieren“, erklärt Karl Eberharter, Bürgermeister von Strass im Zillertal.

Auch Josef Wibmer, Bürgermeister von Schlitters, blickt positiv zurück: „Durch die enge Zusammenarbeit, die transparente Kommunikation und die gute Vorbereitung konnten wir die Herausforderungen gemeinsam meistern. Heute steht hier wieder ein moderner Tunnel, der deutlich mehr Sicherheit für die kommenden Jahrzehnte bietet.“

Mit Abschluss der Generalsanierung verfügt der Brettfalltunnel nun über eine erneuerte Infrastruktur und moderne Sicherheitssysteme für den zukünftigen Betrieb.

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