von lif 06.07.2026 17:57 Uhr

Freiheitliche fordern Schutz der eigenen Bevölkerung

Der Besuch von Papst Leo XIV. auf Lampedusa nimmt die Südtiroler Freiheitlichen zum Anlass für eine migrationskritische Stellungnahme. Mitgefühl sei wichtig, dürfe aber nicht auf Kosten der Sicherheit der eigenen Bevölkerung gehen, so die Partei.

Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen - Foto: Freiheitliche

Der Papstbesuch erinnere an das Schicksal vieler Menschen, die sich auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer begeben, heißt es. Mitgefühl und Menschlichkeit seien grundlegende christliche Werte. Sie dürften jedoch nicht dazu führen, dass Europa die Augen vor den Folgen einer jahrelangen Politik der offenen Grenzen verschließe. Wer politische Verantwortung trage, habe in erster Linie die Pflicht, die eigene Bevölkerung zu schützen, argumentieren die Freiheitlichen. Diese Verantwortung sei zuletzt vielerorts vernachlässigt worden. Als Folgen einer aus ihrer Sicht unkontrollierten Zuwanderung nennt die Partei überlastete Sozialsysteme, steigenden Druck auf den Wohnungsmarkt, wachsende Integrationsprobleme und ein gesunkenes Sicherheitsgefühl.

Auch den Begriff der Nächstenliebe legt die Partei in ihrem Sinne aus: Diese bedeute Verantwortung gegenüber den Menschen, mit denen man täglich zusammenlebe. Humanitäre Hilfe müsse dort ansetzen, wo sie langfristig am meisten bewirke – in den Herkunftsregionen, durch die Bekämpfung von Fluchtursachen und den Kampf gegen Schlepperorganisationen. Gleichzeitig brauche Europa einen wirksamen Schutz seiner Außengrenzen, rasche Asylverfahren und konsequente Rückführungen.

„Mitgefühl und Menschlichkeit schließen Verantwortung nicht aus, im Gegenteil“, erklärt Landesparteiobmann Roland Stauder. Wer christliche Werte ernst nehme, müsse zuerst jene schützen, für die der Staat unmittelbar Verantwortung trage. „Hilfe ja, aber nicht um den Preis der Sicherheit, der sozialen Stabilität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts unseres Landes.“

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