„Kneipenschlägerei“ statt Fußball: Paraguay und Schiedsrichter in der Kritik

Das Spiel bot nur wenige Torchancen, dafür aber zahlreiche harte und teils unfaire Zweikämpfe. Immer wieder kam es zu Fouls, Provokationen und Rudelbildungen. Kommentator Wolff-Christoph Fuss verglich die Partie aufgrund der vielen Unterbrechungen sogar mit einer „Kneipenschlägerei“.
Nicht geahndeter Schlag gegen Mbappé sorgt für Wirbel
Für den größten Aufreger sorgte eine Szene in der 39. Minute. Paraguays MatÃas Galarza schlug Frankreichs Starspieler Kylian Mbappé abseits des Balles an die Schulter. Eine Karte blieb jedoch aus.
Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich übte daraufhin deutliche Kritik. Bei MagentaTV sprach er von der „schlechtesten Leistung bei dieser WM“ und warf dem Unparteiischen einen „Kontrollverlust“ vor. Auch eine versuchte Tätlichkeit sei regeltechnisch als Tätlichkeit zu werten, betonte Ittrich.
Im weiteren Spielverlauf ließ Tantashev mehrere harte Aktionen ungeahndet. Nach einem Nachtreten gegen das Schienbein sowie einem Ellenbogencheck gegen Dayot Upamecano griff der Schiedsrichter ebenfalls nicht durch.
Frankreich kritisiert harte Gangart der Südamerikaner
Auch Frankreichs Trainer Didier Deschamps zeigte sich nach der Partie unzufrieden. Seine Mannschaft habe drei Gelbe Karten gesehen, während Paraguay trotz zahlreicher Fouls immer wieder ungestraft davongekommen sei. Zudem beklagte der Weltmeistertrainer Beleidigungen von Seiten des Gegners. Selbst ein klares Foul an Désiré Doué im Strafraum wurde erst nach Eingriff des Video-Assistenten als Elfmeter gewertet.
Nach dem Schlusspfiff verteidigte Paraguays Trainer Gustavo Alfaro die kompromisslose Spielweise seiner Mannschaft. Man habe wie Löwen gekämpft, erklärte er.
Die Diskussionen über die hitzige Partie und die Leistung des Schiedsrichters dürften damit noch lange nicht beendet sein.






