Team K kritisiert Nein zu Vorstoß für bessere Kinderbetreuung

Maria Elisabeth Rieder vom Team K verweist auf den aus ihrer Sicht großen Handlungsbedarf. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens KOMMA sehen 78 Prozent der Befragten Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bei Familien mit Kindern unter 16 Jahren steigt dieser Wert auf 86 Prozent.
Rieder betont, ihr Antrag habe keine neuen oder unrealistischen Forderungen enthalten. Vielmehr habe sie Vorschläge aufgegriffen, die von Landesrat Philipp Achammer und Landesrätin Rosmarie Pamer seit mehr als einem Jahr angekündigt worden seien. Der Ausbau der Kinderbetreuung sei zudem im Gleichstellungsaktionsplan und im Koalitionsprogramm vorgesehen und werde durch verschiedene Studien und Initiativen gestützt.
Nach Angaben der Team K-Abgeordneten hätte der Antrag bereits im vergangenen Jahr behandelt werden sollen. Damals sei sie gebeten worden, die Behandlung auszusetzen, um gemeinsam an einem Konzept zu arbeiten. Ein Jahr später gebe es zwar weiterhin Arbeitsgruppen und Ankündigungen, ein umfassendes Konzept liege jedoch noch immer nicht vor.
Der Antrag sah unter anderem die Ausarbeitung eines ganzheitlichen Bildungs- und Betreuungskonzepts für Kinder von null bis 14 Jahren, eine Neuorganisation der Sommerbetreuung sowie die Abschaffung der sogenannten Clickdays vor. Außerdem sollte Kindergartenpersonal durch flexible Arbeitszeitmodelle und eine angemessene Entlohnung freiwillig in die Sommerbetreuung eingebunden werden. Eine Verpflichtung des Personals sei dabei ausdrücklich nicht vorgesehen gewesen, betont Rieder.
Kritik übt die Oppositionspolitikerin auch am Abstimmungsverhalten der Mehrheit. Während dieselben Inhalte von der Landesregierung als richtiger Weg bezeichnet würden, fänden sie als Oppositionsantrag keine Mehrheit. Für Familien spiele es jedoch keine Rolle, von welcher Partei gute Vorschläge kämen. Entscheidend seien verlässliche Betreuungsangebote und Lösungen, die den Bedürfnissen von Kindern und Eltern gerecht würden.






