von lif 02.07.2026 13:58 Uhr

Kameraden retten Feuerwehrmann das Leben

Bei einer Bewerbsprobe in Grinzens ist ein 34-jähriger Feuerwehrmann plötzlich mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand zusammengebrochen. Was folgte, war ein Beispiel dafür, wie schnelles Handeln Leben rettet.

Gruppenfoto der beteiligten Retter von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Christopherus 1. (Bild: Rotes Kreuz IBK-Land)

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 16. Juni gegen 19 Uhr am Sportplatz. Während die Bewerbsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Grinzens probte, sackte der Kamerad zusammen. Seine Kollegen zögerten keine Sekunde, berichtet das Rote Kreuz Innsbruck. Ein Teil der Mannschaft setzte über Funk den Notruf ab, die anderen begannen sofort mit der Herzdruckmassage und holten im Laufschritt den rund drei Minuten entfernten Gemeinde-Defibrillator. „Es ist eine enorme psychische Belastung, wenn man plötzlich Erste Hilfe an einem Freund leisten muss, mit dem man gerade noch gelacht hat“, erinnert sich Feuerwehrkommandant Manuel Oberdanner. Seine Leute hätten genau das abgerufen, was in den Erste-Hilfe-Schulungen trainiert werde.

Nach der Alarmierung um 19.04 Uhr ging alles sehr schnell: Schon nach rund sieben Minuten landete der Notarzthubschrauber Christophorus 1 direkt auf dem Sportplatz, kurz darauf traf ein Rettungswagen des Roten Kreuzes ein. Damit der Hubschrauber sicher aufsetzen konnte, bauten die Feuerwehrleute noch rasch einen Windschutz auf und räumten lose Gegenstände beiseite.

Nach insgesamt rund 14 Minuten durchgehender Herzdruckmassage hatte der Patient wieder einen eigenen Kreislauf. „Als wir mit dem Hubschrauber landeten, fand ich eine hervorragende Erstversorgung vor“, lobt Notarzt Dr. Lukas Gassner. In Grinzens habe jedes Zahnrädchen der Rettungskette einwandfrei ineinandergegriffen. „Sie haben mir mein Leben geschenkt“, sagt der Feuerwehrmann rückblickend und richtet einen Appell an alle: regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu machen.

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