lvh: Öffentliche Aufträge stärken heimische Betriebe

2025 wurden landesweit 95.519 Vergabeverfahren veröffentlicht. Rund 79 Prozent davon gingen an Unternehmen mit Sitz in Südtirol. Damit bleibt ein Großteil der Wertschöpfung im Land und Arbeitsplätze werden auch im ländlichen Raum gesichert. Eine wichtige Rolle spielen dabei die vielen kleinen und mittleren Handwerksbetriebe. „Öffentliche Aufträge sind für viele unserer Betriebe ein wichtiger Bestandteil ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit“, betont lvh-Präsident Martin Haller. Entscheidend sei, dass auch kleine und mittlere Unternehmen eine reale Chance hätten, sich an Ausschreibungen zu beteiligen und Zuschläge zu erhalten. Laut AOV veröffentlichen die Gemeinden mit Abstand die meisten Verfahren.
Aus Sicht des lvh dürfen bürokratische Hürden jedoch nicht dazu führen, dass regionale Betriebe ausgeschlossen werden. Gerade kleinere Unternehmen stießen bei digitalen Plattformen, Nachweispflichten und komplexen Verfahren oft an ihre Grenzen. Der Verband fordert deshalb praxisnähere Vergabeverfahren und die verstärkte Aufteilung großer Projekte in kleinere Lose, damit auch Betriebe mit begrenzten Kapazitäten mitbieten können.
„Unsere Betriebe wollen arbeiten, investieren und ausbilden. Sie dürfen nicht an unnötigen bürokratischen Hürden scheitern“, betont lvh-Direktor Walter Pöhl. Jeder Euro, der über öffentliche Aufträge in regionale Unternehmen fließe, wirke mehrfach: Er sichere Beschäftigung, stärke die Gemeinden und erhöhe die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Landes.






