von mmh 29.06.2026 15:58 Uhr

Herkunft am Teller: SPÖ fordert Pflichtangaben in der Gastronomie

Die SPÖ spricht sich für eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung in der Gastronomie aus und stellt sich damit klar hinter die Forderungen der heimischen Landwirtschaft. Ziel sei mehr Transparenz für Gäste sowie eine stärkere Sichtbarkeit regionaler Produkte.

Symbolbild von werner moser auf Pixabay

„Unsere heimischen Bauern haben völlig recht: Wer im Wirtshaus isst, soll nachvollziehen können, woher die Lebensmittel am Teller kommen“, betont Bundesratsvizepräsident Daniel Schmid von der SPÖ. „Heimische Produkte genießen zurecht hohes Vertrauen bei heimischen Konsument:innen. Angesichts der Billigkonkurrenz braucht es umso mehr Transparenz – nicht nur im Handel, sondern auch in der Gastronomie – und genau deshalb braucht es die verpflichtende Herkunftsbezeichnung.“

Schmid verweist dabei auf bestehende Regelungen und sieht die Umsetzung auch in der Gastronomie als realistisch an. „Dass es funktioniert, zeigt die seit 2023 geltende Herkunftsbezeichnung für Fleisch, Milch und Kantinen in der Gemeinschaftsverpflegung – und auch für die reguläre Gastronomie wird eine einfache, klare und praxistaugliche Lösung möglich sein“, so Schmid.

Unterstützung für heimische Landwirtschaft und klare Position gegen Kritik

Kritisch äußert sich Schmid gegenüber dem Wirtschaftsbund, der seiner Ansicht nach überzogene Bürokratiebedenken ins Treffen führt. „Dass der Wirtschaftsbund wieder einmal das Schreckgespenst der Bürokratie an die Wand malt, will Schmid nicht gelten lassen. ‚Dass es funktioniert, zeigt die seit 2023 geltende Herkunftsbezeichnung für Fleisch, Milch und Kantinen in der Gemeinschaftsverpflegung – und auch für die reguläre Gastronomie wird eine einfache, klare und praxistaugliche Lösung möglich sein‘, so Schmid.“

Der Wirtschaftsbund solle seine Haltung überdenken und stärker die Interessen der Landwirtschaft berücksichtigen. „Er ruft den Wirtschaftsbund auf, seine Blockadehaltung aufzugeben – und zugunsten der heimischen Landwirtschaft buchstäblich über den Tellerrand zu schauen: ‚Die Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern, die hohe Qualität ihrer Produkte, dürfen nicht unsichtbar bleiben – und auch eine klare Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher will wissen, woher das Schnitzel kommt. Sich da als Betonierer zu inszenieren, wird sich langfristig nicht rechnen, mit seinem Widerstand zulasten der heimischen Bauern ist der Wirtschaftsbund auf verlorenem Posten.‘“

Schmid betont zudem die Bedeutung der Landwirtschaft für das Land und sichert weiterhin politische Unterstützung zu. „Die heimischen Bäuerinnen und Bauern können jedenfalls weiter auf die Unterstützung der SPÖ zählen. In Tirol wie in der Bundesregierung, verspricht Schmid: ‚Uns allen sollten gute heimische Produkte näher sein als Billigimporte aus Südamerika – und unsere Bauern im Tiroler Oberland näher als die ausländische Lebensmittelindustrie. Die heimische Landwirtschaft ist wesentlich. Für die Lebensmittelversorgung, aber auch für die Pflege der Kulturlandschaft und somit ebenso für den Tourismus. Das verdient Respekt, Fairness – und da müssen wir alle, auch der Wirtschaftsbund, endlich vom Reden ins Tun kommen‘“, fordert der Tiroler SPÖ-Bundesrat.

Im ersten Schritt brauche es laut Schmid eine klare Regelung für zentrale Grundprodukte. Darüber hinaus solle dort, wo mit Regionalität, Tiroler Qualität oder heimischer Herkunft geworben werde, die Herkunft auch nachvollziehbar sein. Diese Informationen seien notwendig, damit Konsumenten bewusst entscheiden können und heimische Produkte den Stellenwert erhalten, den sie aufgrund ihrer Qualität und Bedeutung für das Land verdienen.

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