Starke Ideen für Südtirols Kulturerbe – Siegerprojekt noch geheim

Bis zum 16. Juni konnten Landwirte und bäuerliche Organisationen ihre Projektideen einreichen. Das Siegerprojekt wird mit bis zu 10.000 Euro unterstützt. Nach Angaben der Südtiroler Bauernjugend fiel der Jury die Entscheidung alles andere als leicht.
„Die eingereichten Projekte haben einmal mehr bewiesen, wie viel Herzblut und Kreativität in unseren Dörfern steckt“, erklärt SBJ-Landesobmann Raffael Peer. Jede einzelne Idee leiste einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes. Bewertet wurden die Projekte unter anderem nach ihrem nachhaltigen Beitrag zum Erhalt bäuerlicher Traditionen, ihrer gemeinschaftsstiftenden Wirkung sowie ihrer langfristigen Bedeutung.
Die Bandbreite der Einreichungen war groß. Sie reichte von der Restaurierung historischer Bauwerke über die Bewahrung traditioneller Handwerkstechniken bis hin zu Initiativen zur Pflege bäuerlicher Kultur und regionalen Brauchtums.
Der Jury gehörten neben Raffael Peer auch Günther Heidegger, stellvertretender Chefredakteur, Journalist und Moderator, Sepp Dariz, Obmann des Bäuerlichen Notstandsfonds, Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser, Felix Pichler von der SBB-Betriebsberatung sowie Claudia Plaikner, Obfrau des Heimatpflegeverbands Südtirol, an.
Die Initiative „Ge®meinsam erhalten“ geht auf die außergewöhnliche Erbschaft des fast 100-jährigen deutschen Staatsbürgers Gerhard Metzger zurück. Mit seinem Vermächtnis wollte er die Berglandwirtschaft sowie die deutsche Sprache und das Brauchtum in Südtirol nachhaltig fördern. Aus diesem Wunsch entstand das Projekt, das mittlerweile regelmäßig innovative Ideen zur Bewahrung des bäuerlichen Kulturerbes auszeichnet.
Zu den bisherigen Siegerprojekten zählen das Gemeinschaftsprojekt „Ol(t)s HONDwerk“ der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, des Heimatpflegeverbands Südtirol und des Jugenddienstes Lana-Tisens sowie die Restaurierung der historischen Stegmühle in St. Pankraz. Künftig wird die Auszeichnung im Zweijahresrhythmus vergeben, damit den Projektträgern ausreichend Zeit für die Umsetzung ihrer Vorhaben bleibt.
„Es freut uns besonders, dass mit diesem Projekt alle zwei Jahre neue Ideen entstehen, die unsere Traditionen lebendig halten und gleichzeitig Menschen zusammenbringen“, betont Peer. Genau das sei auch der Wunsch des Erblassers Gerhard Metzger gewesen.






