30 Jahre Suchtprävention in Tirol

Die Suchtpräventionsstelle ist im Jugendrotkreuz Tirol angesiedelt, steht unter der Trägerschaft des Roten Kreuzes und arbeitet eng mit dem Land Tirol zusammen. Sie erreicht heute Kinder, Jugendliche, Familien, Betriebe und Gemeinden. Verstanden wird die Arbeit als langfristige Investition in Gesundheit und in eine widerstandsfähige Gesellschaft, so das Rote Kreuz in einer Aussendung. „Prävention ist eine der wichtigsten Investitionen in unsere Gesellschaft“, betont Thomas Wegmayr, Geschäftsführer des Roten Kreuzes Tirol. Er habe im Rettungsdienst selbst miterlebt, welches Leid Suchterkrankungen verursachen können.
Verändert hat sich über die Jahre vor allem der Ansatz: Statt auf Abschreckung setzt man heute darauf, Lebenskompetenzen zu vermitteln. „Wir wissen aus der Wissenschaft, dass Prävention sehr früh ansetzen muss und weit mehr bedeutet als reine Information“, erklärt Leiterin Barbara Strele. Fähigkeiten wie Konfliktlösung, Beziehungsgestaltung und der Umgang mit Belastungen würden langfristig vor Sucht schützen. Begleitet werden Menschen daher entlang der gesamten Bildungslaufbahn.
Auch für Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele ist Prävention ein zentraler Teil der Gesundheits- und Bildungspolitik: „Wir setzen bewusst auf nachhaltige Strukturen und nicht auf kurzfristige Einzelmaßnahmen.“ Neue Suchttrends machten eine laufende Weiterentwicklung nötig; digitale Angebote wie die App „ready4life“ sollen junge Menschen direkt in ihrer Lebenswelt erreichen.
Wie groß die Wirkung in drei Jahrzehnten war, zeigen die Zahlen: Kooperationen mit rund 600 Schulen und 49.700 erreichten Schülern, 1.200 ausgebildete Pädagogen, Schulungen für 10.000 Personen in 1.500 Betrieben sowie rund 15.000 Präventionsberatungen.






