Südtirol richtet bei „prima la musica“ künftig eigene Wettbewerbe aus

musica“ zum vollwertigen Partner.
Konkret hat die Konferenz der Landeskulturreferentinnen am 10. Juni beschlossen, Südtirol als vollwertiges Mitglied in die Gremien von „Musik der Jugend“ aufzunehmen. Damit wird das Land de facto zum „zehnten Bundesland“ innerhalb der Organisation. Ab dem Schuljahr 2026/27 richtet Südtirol erstmals eigene Landeswettbewerbe von „prima la musica“ sowie „podium.jazz.pop.rock“ aus. Vorausgegangen war ein längerer Abstimmungsprozess: Bereits im Vorjahr hatten Nord-, Ost- und Südtirol den Auftrag erhalten, ihre Zusammenarbeit neu zu ordnen und eine eigenständige Rolle Südtirols zu prüfen. Auf dieser Grundlage erarbeiteten beide Seiten eine Vereinbarung.
Landesrat Philipp Achammer wertet die Entscheidung als „logischen und zukunftsweisenden Schritt“. Südtirol übernehme damit mehr Verantwortung für seine musikalische Nachwuchsförderung und stärke zugleich seine Rolle im internationalen Austausch. „Die Eigenständigkeit ermöglicht es uns, die Wettbewerbe näher an den Bedürfnissen unserer jungen Musiker, ohne die bewährte Zusammenarbeit mit Tirol aus den Augen zu verlieren, auszurichten“, so Achammer.
Mehr Mitsprache, kürzere Wege
Mit dem neuen Status gewinnt Südtirol auch institutionell an Gewicht. Künftig ist das Land in Expertengremien und im Kuratorium von „Musik der Jugend“ vertreten und kann den Wettbewerb aktiv mitgestalten. Auch die Vernetzung mit österreichischen Ausbildungsstätten dürfte sich dadurch weiter intensivieren.
Ein eigener Landeswettbewerb bringt zudem praktische Vorteile: Vor allem jüngeren Musikerinnen und Musikern wird die Teilnahme erleichtert. Die Zusammenarbeit mit Tirol bleibt dabei bestehen. „Tirol bleibt dabei ein wichtiger Bezugspunkt für die gemeinsame Förderung junger musikalischer Talente“, betont Achammer.
Ein Wettbewerb mit Gewicht
„Prima la musica“ zählt seit drei Jahrzehnten zu den bedeutendsten Wettbewerben für den musikalischen Nachwuchs im deutschsprachigen Raum. Jährlich nehmen rund 5.000 junge Musiker im Alter zwischen zehn und 21 Jahren an den Landeswettbewerben teil. 2026 qualifizierten sich mehr als 1.140 von ihnen für den Bundeswettbewerb.
Darunter waren auch 125 Teilnehmer aus Südtirol, die sich zuvor im Gesamttiroler Landeswettbewerb durchgesetzt hatten. Mit 30 solistischen Beiträgen sowie 27 Ensemblewertungen mit 95 Mitwirkenden stellte Südtirol einen starken Anteil im Teilnehmerfeld und zählte einmal mehr zu den erfolgreichsten Regionen des Wettbewerbs.






