Land fördert private Sicherheitsdienste für Unternehmen

Die neuen Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmenssicherheit wurden am 10. Juni im Rahmen einer Pressekonferenz in Bozen vorgestellt. Der entsprechende Beschluss war bereits am 20. März von der Landesregierung genehmigt worden.
Neue Fördermaßnahmen vorgestellt
Wirtschaftslandesrat Marco Galateo präsentierte die neuen Förderungen gemeinsam mit Sicherheitslandesrätin Ulli Mair und Tourismuslandesrat Luis Walcher. Ebenfalls anwesend waren Anton Leitner, Direktor des Landesamtes für Handel und Dienstleistungen, sowie Ressortdirektorin Manuela Defant, die die Maßnahmen aus technischer Sicht erläuterte.
Mit den neuen Kriterien sollen Unternehmen gezielt dabei unterstützt werden, ihre Betriebsstätten, Waren, Mitarbeitenden und Kunden besser zu schützen. Neben klassischen Sicherheitsmaßnahmen werden nun auch GPS-Ortungssysteme und private Sicherheitsdienste gefördert.
Zahl der Anträge stark gestiegen
Die Nachfrage nach entsprechenden Förderungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Laut Land wurden im Jahr 2024 noch 59 Förderansuchen eingereicht, im Jahr 2025 waren es bereits 386.
„Die Zahlen zeigen, dass diese Maßnahme notwendig ist und von den Unternehmen gut angenommen wird“, erklärte Wirtschaftslandesrat Marco Galateo. Der starke Anstieg belege die wachsende Aufmerksamkeit für das Thema Sicherheit und bestätige den Nutzen der Maßnahmen des Landes.
Auch Sicherheitslandesrätin Ulli Mair betonte die Bedeutung der Förderung. Die Wirksamkeit der Maßnahmen sei sorgfältig evaluiert worden. Deshalb würden sie nicht nur verlängert, sondern gezielt ausgebaut – unter anderem durch die Förderung von GPS-Ortungssystemen und privaten Sicherheitsdiensten. Davon profitierten nicht nur die Unternehmen, sondern auch das Sicherheitsgefühl in Städten und Dörfern.
Auch Tourismusbetriebe im Fokus
Tourismuslandesrat Luis Walcher verwies besonders auf die Bedeutung für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe. Mit der Förderung unterstütze das Land Investitionen in die Sicherheit dieser Unternehmen. Ziel sei es, Betriebe dabei zu helfen, ihre Einrichtungen, Mitarbeitenden und Gäste besser zu schützen.
Gerade für Betriebe mit Publikumsverkehr, wertvollen Warenbeständen oder sensiblen Betriebsabläufen können Sicherheitsmaßnahmen eine wichtige Rolle spielen. Das Land will mit der neuen Förderung entsprechende Investitionen erleichtern.
Bis zu 7.000 Euro Zuschuss
Unternehmen können im Zeitraum 2026 bis 2028 für maximal drei in Südtirol registrierte Betriebsstätten einen Antrag stellen. Förderfähig sind Vorhaben mit einem Mindestbetrag von 1.000 Euro und einem Höchstbetrag von 14.000 Euro pro Betriebsstätte.
Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der anerkannten Kosten. Maximal können damit 7.000 Euro pro Betriebsstätte gewährt werden. Die Förderung erfolgt im Rahmen der geltenden De-minimis-Bestimmungen.






