Landtag lehnt Vorstoß zur Begrenzung des Guest Pass ab

Nach Ansicht des Team K hätte der Antrag dazu beitragen können, die Belastung für die lokale Bevölkerung während der Hochsaison zu reduzieren. „Die Berge und die Natur gehören allen Südtirolerinnen und Südtirolern, ebenso wie die öffentlichen Verkehrsmittel“, erklärte der Erstunterzeichner des Antrags, Landtagsabgeordneter Paul Köllensperger. Die Ablehnung durch die Mehrheit bezeichnete er als verpasste Chance.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand der touristische Guest Pass, der seit 2022 Gästen die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im gesamten Land ermöglicht. Finanziert wird das Angebot über die Ortstaxe. Laut Team K trägt die landesweite Gültigkeit des Passes dazu bei, dass sich Touristen verstärkt in besonders beliebten Gebieten konzentrieren. Dies führe vor allem in den Sommermonaten zu überfüllten Bussen und Zügen, wodurch Einheimische und Pendler zunehmend Schwierigkeiten hätten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Der Antrag sah deshalb vor, die Nutzung des Guest Pass auf jene Tourismusregion zu beschränken, in der sich die Unterkunft des Gastes befindet. Dadurch sollten Besucher stärker auf das unmittelbare Umfeld ihres Aufenthaltsortes gelenkt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vorstoßes betraf die sogenannten touristischen Hotspots. Nach dem Vorbild des bereits am Pragser Wildsee angewandten Systems wollte das Team K für besonders stark frequentierte Ausflugsziele verpflichtende Online-Reservierungen, tägliche Besucherobergrenzen und flexible Preismodelle einführen. Betroffen gewesen wären unter anderem die Seceda, die Seiser Alm, der Karersee sowie die Drei Zinnen.
Zusätzlich sah der Antrag eine bevorzugte Behandlung für Inhaber des SüdtirolPass vor. Für Südtirolerinnen und Südtiroler sollten demnach Vortrittsmöglichkeiten sowie ein kostenloser Zugang zu den betreffenden Attraktionen gewährleistet werden.
Trotz der Ablehnung kündigte das Team K an, die Diskussion um eine stärkere Regulierung des Tourismus und eine bessere Balance zwischen Gästen und Bevölkerung weiterführen zu wollen. Nach Ansicht der Antragsteller werde die Problematik der Überlastung beliebter Ausflugsziele und öffentlicher Infrastrukturen auch in Zukunft eine zentrale Herausforderung für Südtirol bleiben.






