von lif 07.06.2026 13:52 Uhr

Kostenlose Sonnencreme: Spender an drei Standorten

In Innsbruck stehen ab sofort an drei stark frequentierten Standorten neue Sonnencremespender bereit. Mit der gemeinsamen Initiative wollen das Land Tirol, die Stadt Innsbruck und der Alpenzoo Innsbruck-Tirol ein Zeichen für Gesundheitsvorsorge und Hitzeschutz setzen.

APA/ANDREAS LANDER

Die Spender befinden sich am Landhausplatz, am Innsbrucker Marktplatz sowie im Gelände des Alpenzoos. Sie sollen einen einfachen, niederschwelligen Zugang zu wirksamem Sonnenschutz bieten, so das Land Tirol in einer Aussendung.  „Öffentliche Plätze müssen gerade in Zeiten zunehmender Hitze möglichst gut nutzbar und sicher bleiben“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth, der für die Liegenschaften des Landes zuständig ist. Auf den Gesundheitsaspekt verweist Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele: „Rund 20 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler entwickeln im Laufe des Lebens eine Form von Hautkrebs. Gleichzeitig nehmen die Hitzetage zu und wir unterschätzen die Sonneneinstrahlung vielfach noch immer.“ Die neuen Spender seien ein einfaches und alltagstaugliches Angebot.

So funktionieren die Spender

Die kostenlosen Sonnencremespender werden vorerst für drei Jahre jeweils von April bis September betrieben. Umgesetzt wird das Projekt im Rahmen der Tiroler Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie. Die technische Umsetzung erfolgt durch die Spezialfirma „Sundo“, die europaweit smarte Spender anbietet. Die Stationen zeigen unter anderem den aktuellen UV-Index, die Temperatur sowie Informationen zu UVA- und UVB-Strahlung an. Die verwendete Sonnencreme hat Lichtschutzfaktor 30, ist hypoallergen, wasserfest und frei von Parabenen. Durch das Nachfüllsystem wird auf Einwegverpackungen verzichtet. Laut Hersteller entsteht so rund 200-mal weniger Abfall als bei vergleichbaren Mengen.

Teil eines größeren Hitzeschutzplans

Die Zahl der Hitzetage ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Allein in Innsbruck nahmen die Tage mit über 30 Grad von durchschnittlich neun Tagen (1961 bis 1990) auf mehr als 30 Hitzetage im Jahr 2025 zu. „Innsbruck zählte in den vergangenen Jahren sogar mehrfach zu den Hitze-Hotspots in Österreich“, erklärt Stadträtin Janine Bex.

Alpenzoo-Direktor André Stadler sieht in dem Angebot einen Mehrwert besonders für Familien, die viel Zeit im Freien verbringen: „Der kostenlose Sonnenschutz ist ein zusätzlicher Service, der hilft, Risiken vorzubeugen.“

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