von ih 05.06.2026 09:02 Uhr

Südtiroler Grüne warnen vor Rückkehr zu Atomenergie

Die Südtiroler Grünen kritisieren die Pläne der italienischen Regierung zur Rückkehr zur Atomenergie scharf. Die Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler sprechen von einem „völlig falschen Weg“ und werfen der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor, den Willen der Bevölkerung zu ignorieren.

Die Abgeordneten der Grünen im Südtiroler Landtag.

In einer Aussendung verweisen die Südtiroler Grünen darauf, dass sich die italienischen Bürger bereits zweimal in landesweiten Referenden gegen die Nutzung der Kernenergie ausgesprochen hätten. Die aktuellen Pläne würden daher auch Fragen zum Demokratieverständnis der Regierung aufwerfen.

Zugleich warnen die grünen Landtagsabgeordneten vor den hohen Kosten und Risiken der Atomkraft. Neben den enormen Ausgaben für Planung und Bau verweisen sie auf Sicherheitsrisiken während des Betriebs sowie auf die ungelöste Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle.

Brigitte Foppa bezeichnet die Kernenergie als „Technologie von gestern“. Auf Reisen durch verschiedene europäische Länder habe sie erlebt, wie stark dort stattdessen in erneuerbare Energien investiert werde. Große Photovoltaikanlagen und Windparks würden dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen und nuklearen Energiequellen zu verringern.

Aus Sicht der Südtiroler Grünen wäre der Einstieg in ein neues Atomprogramm angesichts der langen Planungs- und Bauzeiten ein riskanter Schritt. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten brauche es Investitionen in erneuerbare Energien statt eine Rückkehr zu Technologien, die sich in der Vergangenheit als gefährlich und unberechenbar erwiesen hätten.

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