Neue Bahnverbindung Bozen–Meran nimmt Gestalt an

Vor kurzem nahmen Vertreter des Schienennetzbetreibers RFI, der Planungsgesellschaft FS Engineering sowie betroffene Grundeigentümer, Gemeinden und weitere Beteiligte an einer Begehung teil, die mit dem Fahrrad entlang der Trasse durchgeführt wurde. Koordiniert wurden die Begehungen von Technikern der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG sowie von den Landesabteilungen Mobilität, Straßendienst und Infrastrukturen. „Der direkte Austausch vor Ort zwischen den mit der Planung betrauten Technikern und der Bevölkerung stellt einen großen Mehrwert dar, da es den Planern ermöglicht, die Bedürfnisse des Gebiets schon in der Planungsphase bestmöglich zu berücksichtigen“, erklärt Massimiliano Valle, Leiter des Bereichs Projekte bei der STA.
Flächenverbrauch im Fokus
Kurt Hafner, Vertreter des Südtiroler Bauernbundes, betont die Komplexität des Vorhabens: „Wie bereits bekannt, ist nicht nur die Optimierung der Trassenführung, sondern auch die Entwicklung von Lösungen für die Straßenanbindungen sehr komplex, insbesondere angesichts der Tatsache, dass das Projekt die Beseitigung aller Bahnübergänge vorsieht.“ Es sei entscheidend, den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten. Positiv sei, dass im Rahmen der Lokalaugenscheine auch bei RFI die Sensibilität für dieses Thema weiter gestärkt werde.
Die technische Planung werde auch künftig von regelmäßigen Treffen begleitet, die eine kontinuierliche Zusammenarbeit aller Beteiligten sicherstellen, so das Ressort Mobilität und Infrastrukturen. „Mit diesem Projekt machen wir einen weiteren Schritt, um die öffentliche Mobilität in Südtirol konkret zu stärken“, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Die neue Bahnlinie sei von grundlegender Bedeutung, um den Westen des Landes besser anzubinden und künftig eine moderne und nachhaltige Alternative zum privaten Auto zu bieten.






