Trauer um Matthias Kirchler: „Die Leute haben ihn einfach gern gehabt“

„Matthias kannte viele Menschen, und viele Menschen kannten ihn“
Matthias Kirchler galt als junger Mann, der überall dort anzutreffen war, wo Engagement, Gemeinschaft und Zusammenhalt gefragt waren. Ob bei der Musikkapelle, den Schützen oder als Präsident des Kischtamichlvereins – er brachte sich mit großer Begeisterung ein und war weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt und geschätzt.
Besonders betroffen zeigt sich die Schützenkompanie Ahornach, der Matthias seit dem Jahr 2022 angehörte. Schützenhauptmann Erich Kirchler beschreibt ihn gegenüber UT24 als „fleißigen und pflichtbewussten Schützen“, der mit großer Freude bei allen Aktivitäten dabei gewesen sei. „Er hat sich stets eingebracht und immer wieder gesagt, wie sehr ihm unser Zusammenhalt und unsere Kameradschaft gefallen“, erinnert sich Kirchler.
Noch vor wenigen Wochen habe man gemeinsam bei einer Marschierprobe Zeit verbracht, wie der Schützenhauptmann im Gespräch mit UT24 erzählt. Danach sei man zusammengesessen, habe Pläne geschmiedet und über zukünftige Vorhaben gesprochen. „Matthias hatte viele Ideen und war hoch motiviert. Niemand hätte sich vorstellen können, dass wir ihn so kurz darauf verlieren würden“, sagt der Schützenhauptmann.
Sein Verlust reiße ein großes Loch in die Gemeinschaft. „Im Dorf sind wir alle sprachlos. Matthias war ein Mensch mit einer ruhigen, lebensfrohen Art. Die Leute haben ihn wirklich gern gehabt“, so Kirchler. Die Nachricht von seinem Tod habe nicht nur Ahornach und Sand in Taufers getroffen, sondern den gesamten Bezirk. „Matthias kannte viele Menschen, und viele Menschen kannten ihn.“
Bürgermeister: „Haben einen beliebten Bürger verloren“
Auch der Bürgermeister von Sand in Taufers, Josef Nöckler, findet gegenüber UT24 bewegende Worte.
„Durch den tragischen Unfall des jungen, sehr geschätzten und fleißigen Matthias Kirchler haben wir einen beliebten Bürger unserer Fraktion Ahornach verloren“, erklärt er. Matthias habe die Gemeinde und insbesondere die Vereine mit seinem Lachen, seiner Hilfsbereitschaft und seinem Engagement bereichert. „Er fehlt uns schmerzlich.“
Das Mitgefühl der Gemeinde Sand in Taufers gelte vor allem seinen Eltern, seiner Schwester sowie seinen Freunden. „Wir stehen in dieser schweren Zeit fest an ihrer Seite“, betont Nöckler.
Ein Verlust, der nahe geht
Wie tief der Verlust geht, zeigt auch eine persönliche Schilderung von Schützenhauptmann Erich Kirchler. Als er die Eltern des Verstorbenen besuchte, sei er zum ersten Mal in seinem Leben sprachlos gewesen. „Für die Angehörigen ändert sich von einem Moment auf den anderen das ganze Leben. Gerade in einem kleinen Dorf nimmt einen das besonders mit.“
Am Montag wird Ahornach Abschied von einem jungen Mann nehmen, der sein Leben noch vor sich hatte und dessen Zukunft voller Pläne war. Es wird ein schwerer Gang für Familie, Freunde, Vereinskameraden und die gesamte Dorfgemeinschaft.
Doch was bleibt, sind die Erinnerungen an einen Menschen, der mit seiner Bescheidenheit, seiner Verlässlichkeit und seiner Lebensfreude viele Herzen berührt hat. Matthias Kirchler wird in Ahornach, Sand in Taufers und darüber hinaus nicht vergessen werden.






